Im Rahmen der Ermittlungen zu dem Unfall am 11. August 2020 zwischen Ostfildern-Ruit und Heumaden, bei dem ein 16-jähriger Radfahrer nach der Kollision mit einer Stadtbahn sein Leben verlor und in die auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stuttgart auch ein Sachverständiger eingebunden war, ergaben sich bislang keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Insbesondere haben sich die anfänglichen Verdachtsmomente, dass eine eventuelle Fehlfunktion der an dem Bahnübergang in der Stuttgarter Straße befindlichen Lichtzeichenanlage am Unfalltag zu dem Unglück beigetragen haben könnte, nicht bestätigt, da in der Vergangenheit von Bürgern gemeldete Mängel vom Betreiber der Anlage bereits vor dem Unfall behoben worden waren. Zudem haben Zeugen bestätigt, dass das Warnblinklicht beim Herannahen der Bahn leuchtete. Der Bahnfahrer leitete sofort eine Bremsung ein und gab ein Warnsignal ab. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass die vom Verunglückten getragenen Kopfhörer seine akustische Wahrnehmung beeinträchtigten.