Ihnen wird vorgeworfen, die überörtliche Rauschgiftszene mit Drogen versorgt zu haben. Drei der Männer befinden sich bereits in Untersuchungshaft.
Durch umfangreiche Ermittlungen in der Rauschgiftszene waren die Kriminalbeamten zunächst auf die Spur zweier 27-Jähriger mit deutsch-italienischer Staatsbürgerschaft gekommen. Diese sollen Betäubungsmittel im großen Stil an zwei Abnehmer im Alter von 33 und 34 Jahren verkauft haben. Nachdem sich der Tatverdacht gegen alle vier Personen erhärtet hatte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Tübingen richterliche Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der in zwei Reutlinger Kreisgemeinden wohnhaften Tatverdächtigen, die am Mittwochmorgen vollstreckt wurden.
Dabei fanden und beschlagnahmten die Beamten in der Wohnung des 33-Jährigen über 400 Gramm Marihuana, rund 150 Gramm Kokain, mutmaßliches Dealergeld sowie mehrere Schreckschusswaffen. Auch bei den 27-Jährigen stießen die Ermittler auf diverse Waffen, darunter ebenso Schreckschusswaffen, Armbrüste, zahlreiche Messer, Macheten, Schlagstöcke und Pfeffersprays. Die waffenrechtliche Einordnung der Gegenstände ist noch nicht abgeschlossen.
Bis auf den 34-Jährigen, bei dem neben einer weiteren Schreckschusswaffe lediglich Kleinstmengen Marihuana gefunden worden waren, wurden alle Tatverdächtigen festgenommen. Die 27 Jahre alten Beschuldigten wurden am Mittwoch beim Amtsgericht Tübingen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte die bereits im Zuge der Ermittlungen erlassenen Haftbefehle in Vollzug. Die Vorführung des 33-Jährigen, der die deutsch-türkische Staatsangehörigkeit besitzt, erfolgte am Donnerstag. Auch gegen ihn wurde die Untersuchungshaft angeordnet. Die drei Männer sind bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz polizeibekannt. Der 34-Jährige befindet sich bis auf Weiteres auf freiem Fuß.