Verkehrsunfall Motorradfahrerin per Drehleiter gerettet

Die Drehleiter wurde zum Kran umfunktioniert, die Bikerin am Seil hängend gerettet.
Die Drehleiter wurde zum Kran umfunktioniert, die Bikerin am Seil hängend gerettet. © Foto: Feuerwehr
Bad Urach / Alexander Thomys 09.04.2018

Eine Motorradfahrerin ist am Samstagnachmittag gegen 17.15 Uhr auf der Hanner Steige zwischen Würtingen und Bad Urach verunglückt. Die Bikerin hatte im unteren Drittel der Steige in einer Linkskurve alleinbeteiligt die Kontrolle über ihr Motorrad verloren, war über die Leitplanke und zehn Meter den Abhang hinunter gestürzt. Gegen 17.15 Uhr wurde die Bergwacht und die Freiwillige Feuerwehr Bad Urach zu einer Personenrettung alarmiert.

An der Einsatzstelle angekommen, merkten die Retter schnell die Schwierigkeiten des Einsatzes: Sie fanden die 55-jährige Fahrerin zirka zehn Meter unterhalb der Leitplanke im recht steilen Gelände. Nach der Leitplanke ging es fast vier bis fünf Meter senkrecht nach unten bis dann der Waldboden begann. Die Patientin wurde vor Ort vom Rettungsdienst  versorgt, während die Bergwacht den Abtransport vorbereitete. Nach kurzer Rücksprache mit der Feuerwehr wurde deren Drehleiter nachgefordert, um eine schonende Rettung zu gewährleisten. Sicher im Hubschrauber-Bergesack der Bergwacht gebettet, wurde die Bikerin per Seilzug an der Drehleiter angeschlagen, auf Straßenniveau geholt und in eine Klinik gebracht. Dabei hatte die Bikerin Glück im Unglück: Sie wurde nach Polizeiangaben nur leicht verletzt.

Die Freiwillige Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften vor Ort, die Bergwacht mit einem Fahrzeug und sechs Mann. Hinzu kamen ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und die Polizei. Während der Rettung der 55-Jährigen wurde die Kreisstraße 6708 voll gesperrt. An der Honda der Bikerin entstand nach Polizeiangaben Schaden von 2500 Euro. Für die Bad Uracher Feuerwehr war dies der 41. Einsatz in diesem Jahr. Da die Wehrleute am Abend noch die Kreisversammlung der Altersabteilungen der Feuerwehren in der Festhalle ausrichtete, waren die Helfer gleich doppelt gefordert.

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