Kurz vor 13 Uhr wurden die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Walddorfhäslach mit dem Stichwort „Brand 3 - Schreinerei“ in das Industriegebiet im Ortsteil Walddorf alarmiert. Beim Eintreffen des Einsatzleiters David Schäffer konnte bereits eine starke Verrauchung in einer Schreinereihalle festgestellt werden. Glücklicherweise waren keine Personen mehr im Gebäude.

Brand in Absauganlage

Die Erkundung ergab einen Brand in einer Absauganlage des Betriebes. Sofort wurden zwei Trupps unter Atemschutz in die Halle geschickt, um den genauen Brandherd zu lokalisieren. Die brennenden Teile wurden durch die Kräfte herausgetragen und vor der Halle von einem weiteren Trupp mit einem C-Rohr abgelöscht. „Trotz der eher aufwendigen Löschmaßnahmen mit viel Personal, konnte so ein großer Wasserschaden in der Schreinerei verhindert werden“, heißt es in einem Bericht der Feuerwehr.

Kontrolle mit der Wärmebildkamera

Die gesamte Halle sowie die Maschine wurde stromlos geschaltet und mit der Wärmebildkamera gründlich kontrolliert. Anschließend wurden das gesamte Gebäude und das angrenzende Wohnhaus belüftet. Die Straße musste für den gesamten Einsatz voll gesperrt werden. Der Rettungsdienst war ebenfalls zur Absicherung vor Ort. Verletzt wurde niemand. Nach rund drei Stunden war der Einsatz für die Kräfte aus Walddorfhäslach beendet. Die Erleichterung war am Ende groß, denn Brände in Schreinereien können aufgrund der hohen Brandlast auch wesentlich größere Ausmaße annehmen, wie etwa 2015 bei einem Großbrand in Reutlingen.

Viel zu tun für die Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Walddorfhäslach war mit dem Einsatzleitwagen, einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug und einem Mannschaftstransportwagen vor Ort im Einsatz. Hinzu kamen Kräfte der Polizei, des Malteser-Rettungsdienstes Neckar-Alb und des DRK-Ortsvereins Pliezhausen. Für die Walddorfhäslacher Feuerwehrleute handelte es sich um den dritten Einsatz in sechs Tagen. Zuvor war die Wehr unter anderem bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 464 gefordert gewesen.

Aufgrund der aktuellen Lage rückten die Florianjünger mit Mundschutz und weniger Personal auf den Fahrzeugen aus. „Auch für uns ist das eine nichtalltägliche Situation, an die wir uns aber anpassen. Wir geben uns größte Mühe, sofern möglich, Abstand zu den Personen zu halten“, heißt es im Bericht der Feuerwehr.