Der Schnee ist geschmolzen – und seither hat es wenig geregnet. Dementsprechend trocken ist es bereits wieder in der Region – und die Gefahr von Flächenbränden steigt wieder. Dies wurde am Sonntag überdeutlich, als gleich zwei Flächenbrände gelöscht werden mussten. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Dettingen und Hülben.

In Dettingen hatte am Sonntagnachmittag ein Gütlebesitzer versucht, auf seiner Streuobstwiese Reisig zu verbrennen. „Die Wiese war aber lange nicht gemäht worden, darauf stand noch das Gras des vergangenen Jahres und war entsprechend trocken“, schilderte Dettingens Feuerwehrkommandant Rolf Schäfer. Es geschah, was geschehen musste: Das Reisigfeuer setzte die Wiese in Brand, der Wind fachte das Feuer zusätzlich an, sodass der Besitzer des Grundstückes schlussendlich die Feuerwehr alarmieren musste. „Bei unserem Eintreffen brannte eine Fläche von etwa 20 auf 20 Metern“, erklärte Schäfer. Die Dettinger Wehr war mit 16 Einsatzkräften, zwei Löschfahrzeugen und einem Kommandowagen etwa eine Stunde lang im Einsatz, um das Feuer zu löschen und Glutnester zu beseitigen. „Wenn es weiter nicht regnet, wird die Gefahr von Flächenbränden noch steigen“, blickt Kommandant Schäfer voraus. Umsicht sei gefordert, zumal bei sonnigem Wetter in den vergangenen Tagen mancherorts die Grillsaison eingeläutet wurde.

Im Gewann Rietenlau war am Sonntag gegen 16 Uhr auch die Freiwillige Feuerwehr Hülben gefordert. Bei der Tennishalle war es ebenfalls zu einem Flächenbrand gekommen. Die Wehr war mit zehn Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen im Einsatz und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Da die Natur ziemlich trocken ist, sollte man mit offenem Feuer vorsichtig sein“, mahnt die Hülbener Feuerwehr. Die Brandursache ist bisher nicht bekannt. Es ist allerdings schon kurios: Noch im Januar mussten die Floriansjünger in der Albgemeinde zum Schneeschaufeln antreten, um die Hallendächer von der Schneelast zu befreien. Nun ist es dagegen zu trocken – wer mit offenem Feuer hantiert, sollte die Trockenheit beachten und Vorsicht walten lassen.