Gegen 7 Uhr startete ein dreijähriges Mädchen seine Entdeckungsreise durchs Haus. Ob es Neugier oder Forscherdrang waren, lässt sich nicht sagen, jedenfalls steckte das Kind im Obergeschoss des elterlichen Hauses seinen Kopf durch die Streben des Treppengeländers und weil’s so interessant war im Anschluss gleich noch durch die Absturzsicherung. Dann war aber Schluss mit lustig: Das Kind steckte fest. Alles gute Zureden der Eltern half nichts, es ging keinen Zentimeter zurück. Auch die an sich nicht ungeeigneten Hilfsmittel in Form von Shampoo und Olivenöl, von der besorgten Mama eilig herbeigeholt, brachten keinen Erfolg.
Polizei Kirchheim Gegenverkehr übersehen

Kirchheim/Teck-Lindorf

Nachdem auch die Polizei mit ihrem Latein recht schnell am Ende war, rief man schließlich die Feuerwehr zur Hilfe. Die staunte nicht schlecht, ein im wahrsten Sinne des Wortes doppelt blockiertes Kind anzutreffen. Erste Versuche, der massiven Holz-Metall-Konstruktion mit Muskelkraft Paroli bieten zu wollen, wurden sehr schnell aufgegeben, wie es im Protokoll der Metzinger Feuerwehr heißt. Weil man auf aufwändige Sägearbeiten sowohl zum Schutz des Kindes, als auch der Treppengeländer-Konstruktion verzichtete, setzte die Feuerwehr schließlich einen hydraulischen Rettungsspreizer ein, mit dem normalerweise eingeklemmte Autofahrer befreit werden.
Das kleine Mädchen ließ die Prozedur tapfer über sich ergehen, um nach der erfolgreichen Rettung festzustellen, dass das alles wie im Bilderbuch beim Feuerwehrmann Sam gewesen sei.