Bei Renovierungsarbeiten im Schulzentrum in Neuffen ist es am gestrigen Freitag zu einem Brand gekommen. Als Arbeiter mit der Demontage mehrerer Heizöltanks im Keller beschäftigt waren, brauch aus noch ungeklärter Ursache ein Brand aus. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Neuffen und Beuren brachten die Lage schnell unter Kontrolle.

Gegen 13.45 Uhr wurden die Feuerwehrleute von der integrierten Leitstelle zu einem bestätigten Brand im Keller des Neuffener Schulzentrums alarmiert. „Das hörte sich zunächst schon dramatisch an, da wir auch noch nicht wissen konnten, ob noch Schüler in dem Gebäude unterrichtet wurden“, erklärte Neuffens Feuerwehrkommandant Frank Höfle. Aufgrund der unklaren Lage wurde für die Freiwillige Feuerwehr Neuffen Vollalarm ausgelöst, woraufhin 28 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen ausrückten. Zusätzlich wurde zur Überlandhilfe die Freiwillige Feuerwehr Beuren alarmiert, die mit zwei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften zum Schulzentrum eilte. Ebenso wurde der hauptamtliche Rettungsdienst, die Polizei und die DRK-Bereitschaft aus Neuffen alarmiert.

Bauarbeiter unternahmen Löschversuche

Vor Ort konnte Feuerwehrkommandant Höfle eine weithin sichtbare Rauchentwicklung feststellen. Zwei Bauarbeiter, die selbst Löschversuche unternommen hatten, waren vom Rauch stark mitgenommen und wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Derzeit wird die Hausmeisterwohnung im Schulzentrum renoviert, außerdem die alten Heizöltanks im Keller demontiert. Diese waren zwar leer, doch hatten Ablagerungen im Inneren der Tanks zu brennen angefangen. „Diese ölhaltigen Reste konnten viel Energie freigeben, außerdem gab es im Keller nur wenige Möglichkeiten, um Abluftöffnungen zu schaffen“, erklärte Feuerwehrkommandant Höfle zwei Schwierigkeiten, mit denen die Wehrleute nun konfrontiert waren. Zwei Trupps unter Atemschutz nahmen den Löschangriff im Keller vor, parallel durchsuchte ein weiter Trupp vorsorglich die ebenfalls verrauchte Hausmeisterwohnung. „Das Feuer hatten wir relativ schnell im Griff“, lobte Höfle seine Angriffstrupps. Zupass kam den Feuerwehrleuten dabei, dass die brennenden Tanks bereits soweit demontiert worden waren, dass die Feuerwehrleute ins Innere der Tanks gelangen konnten. Die Brandlast war dennoch enorm. „So große Tanks habe ich bisher noch nie gesehen“, erklärte Höfle.

Informationstag findet weiter statt

Weitere Feuerwehrleute kontrollierten die anderen Gebäude des Schulzentrums, die unter anderem durch Versorgungsleitungen miteinander verbunden sind. Rauch zog allerdings nicht in diese Gebäudeteile, sodass die dortigen Schulveranstaltungen – unter anderem fand ein Informationstag statt – weitergeführt werden konnten. Eine Evakuierung der Schüler und Besucher war nicht nötig. Nachdem die Löscharbeiten abgeschlossen waren, wurden drei weitere Trupps unter Atemschutz eingesetzt, um mit Hilfe von Überdrucklüftern den Rauch aus dem Keller und der Hausmeisterwohnung zu drücken. Nach etwas mehr als zwei Stunden konnten die Feuerwehrleute ihren Einsatz beenden. „Der Einsatz ist glimpflich abgelaufen“, bilanzierte Neuffens Feuerwehrkommandant Frank Höfle am Ende zufrieden. Für die Neuffener Wehr war dies bereits der elfte Einsatz in diesem Jahr.

Zuletzt war die Freiwillige Feuerwehr Neuffen am 4. März zu einem Containerbrand nach Kohlberg alarmiert worden. Ein LKW-Fahrer hatte im Industriegebiet von Kohlberg einen rauchenden Container bemerkt, der an einer Gebäudewand stand. Geistesgegenwärtig alarmierte er die Rettungskräfte und zog den Container auf die Straße um ein übergreifen der Flammen auf das Gebäude zu verhindern. Die Freiwillige Feuerwehr Kohlberg konnten die Flammen löschen, die Neuffener Wehr übernahmen dann mit zwei Trupps unter Atemschutz die Nachlöscharbeiten.

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