Nach bisherigen Erkenntnissen überquerte der Unbekannte gegen 14:15 Uhr die Schienen zwischen Wernau und Wendlingen und lief anschließend offenbar im Gegengleis weiter in Richtung des Bahnhofs Wernau.
Der Triebfahrzeugführer eines herannahenden Regionalzuges Richtung Immendingen leitete beim Erkennen der Person umgehend eine Schnellbremsung ein, wodurch ein Zusammenprall mit dem Mann verhindert wurde. Der Unbekannte entfernte sich daraufhin und konnte trotz einer eingeleiteten Fahndung der Landes- und Bundespolizei nicht mehr angetroffen werden.

Polizei sucht nach Vorfall nach Zeugen

Die im Zug befindlichen Reisenden verblieben nach bisherigem Kenntnisstand unverletzt. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen älteren Mann mit südländischem Erscheinungsbild handeln. Er soll mit einer beige-grauen Mütze sowie einem braun-roten Pullover bekleidet gewesen sein. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0711) 870 350 zu melden.

Bundespolizei warnt: Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie z.B. Über- oder Unterführungen, überquert werden.