Herbrechtingen Pelletswerk: Verpuffung führt zu stundenlangem Einsatz

Herbrechtingen / cat 07.01.2019
Am Montagvormittag hatte es auf einem Förderband bei JRS Holzenergie eine Verpuffung gegeben. Dank automatischer Löschanlage und Feuerwehr blieb ein größeres Feuer aus.

Verwirbelt Sägemehl in der Luft und Sauerstoff kommt hinzu, entsteht ein brennbares Gemisch. Gibt es dann noch eine Zündquelle, weitet sich diese Verwirbelung explosionsartig aus und es kommt zu einer Art Staubexplosion, auch Verpuffung genannt.

Was im Fall des Pelletswerks JRS Holzenergie am Montagmorgen die Zündquelle war, stand bis zum Abend noch nicht fest. Jedenfalls war es gegen 9 Uhr zu einer solchen Verpuffung gekommen. Die Feuerwehren aus Herbrechtingen und Giengen rückten mit insgesamt sieben Fahrzeugen samt Drehleiter an. Noch im Laufe des Vormittags stellte sich heraus, dass sich aus der Verpuffung kein größeres Feuer ergeben hatte.

Als der Alarm an die Einsatzkräfte ausgegeben wurde, war zunächst von einem Brand in einem Industriebetrieb die Rede. Vor Ort war die Situation jedoch zunächst unklar. Nach und nach stellte sich heraus, dass es zu einer Verpuffung auf einem Förderband gekommen war, das Material aus einem Silo in die so genannte Hammermühle transportiert.

Durch die Verpuffung wurde die automatische Löschanlage ausgelöst, die einen entstehenden Schwelbrand im Bereich des Förderbands erfolgreich ablöschte, so die Feuerwehr. Ein Löscheinsatz der Feuerwehren war demnach nicht notwendig. Dennoch wurde das angrenzende Gebäude der Hammermühle stark verraucht.

Das betroffene Silo wurde schließlich von dem Betreiber des Pelletswerks ausgeräumt. Die Feuerwehr war noch bis etwa 13.30 Uhr mit einem Fahrzeug sowie Besatzung vor Ort, um diese Ausräumarbeiten zu beobachten und eventuell noch vorhandene Glutnester abzulöschen.

Warum es zur Verpuffung kam, ist derzeit noch unklar. Ebenso ist noch nicht bekannt, ob und in welcher Höhe Sachschaden entstand. Verletzt wurde niemand.

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