Unfall Unfall mit sechs Autos: Frau stirbt auf der A7 bei Heidenheim

Heidenheim / Catrin weykopf 01.01.2018
Großeinsatz auf der A7: Eine Tote und acht Verletzte sind die Bilanz eines schweren Unfalls, der sich am Montagmittag auf der A7 bei Heidenheim ereignete.

Eine traurige Nachricht zu Beginn des neuen Jahres: Auf der A7 zwischen Heidenheim und Oberkochen hat sich am Montagmittag um kurz nach 13 Uhr ein tödlicher Unfall ereignet.

Das Unglück trug sich zwischen den Anschlussstellen Heidenheim und Oberkochen zu.

Wie die Polizei berichtet, war es unächst war es zu einem Auffahrunfall auf der linken Fahrspur gekommen. Ein 65-jähriger Mann musste seinen Audi aufgrund stockenden Verkehrs bis zum Stillstand abbremsen. Dies wiederum erkannte ein 48-jähriger Mercedes-Lenker zu spät und fuhr leicht auf den Audi auf.

Die Beteiligten dieses Unfalles sicherten die Unfallstelle entsprechend ab und entschlossen sich, die beiden beteiligten Pkw von der linken Fahrspur auf die Standspur umzustellen.

Der 65-jährige Audi-Lenker hatte die Unfallstelle bereits geräumt, nicht jedoch der 48-jährige Mercedes-Lenker, als ein 72-jähriger Mann die Unfallstelle zu spät erkannte und mit hoher Geschwindigkeit auf den Mercedes auffuhr.

In dem Mercedes befanden sich zum Unfallzeitpunkt vier Personen. Neben dem 48-jährigen Fahrer befanden sich noch eine 72-jährige Frau, ein 75-jähriger Mann, sowie eine 18-jährige Frau und ein 12-jähriger Junge in dem Mercedes.

Durch den heftigen Aufprall zog sich die 72-jährige Frau schwerste Verletzungen zu, welchen sie noch an der Unfallstelle erlag. Die restlichen Insassen des Mercedes wurden allesamt schwer verletzt, ebenso, wie der 72-jährige, welcher auf den Mercedes aufgefahren war.

Damit aber noch nicht genug. Im weiteren Verlauf erkannte eine 51-jährige Frau in einem Mercedes die nun entstandene Unfallstelle ebenfalls zu spät und prallte in das Heck des 72-jährigen Mannes. Ein 58-jähriger Ford-Lenker wiederum kollidierte mit dem Fahrzeug der 51-jährigen Frau.

Durch das Unfallgeschehen wurden zudem einige Leitplanken in Mitleidenschaft gezogen und ein Wohnmobil wurde durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt.

Das Verkehrskommissariat Mühlhausen untersucht nun den genauen Unfallhergang. Unterstützt werden die Beamten auch durch einen technischen Sachverständigen.

Großaufgebot an Einsatzkräften

Der Unfall zog ein Großaufgebot von Polizei, Sanitätskräften und Feuerwehr nach sich. Insgesamt waren um die 80 Rettungskräfte – darunter Feuerwehren aus Heidenheim, Schnaitheim, Groß- und Kleinkuchen sowie mehrere Notärzte – im Stunden währenden Einsatz, an dem auch zwei Rettungshubschrauber beteiligt waren.

Leicht verletzte Angehörige des tödlich verunglückten Unfallopfers wurden direkt an der Unfallstelle von Notfallseelsorgern betreut.

Mehrere Abschleppwagen mussten zudem zur Unfallstelle kommen, um die Autowracks abzutransportieren.

Gaffer halten den Verkehr auf

Die in Richtung Norden führende Autobahn war bis gegen 19 Uhr voll gesperrt. Es bildete sich ein bis zu acht Kilometer langer Stau.

Der Verkehr wurde über Nattheim in Richtung Anschlussstelle Aalen-Oberkochen umgeleitet. Die bereits im Stau auf der Autobahn stehenden Autos wurden über die Behelfsausfahrt Nietheim abgeleitet.

Doch nicht nur in Richtung Würzburg mussten Autofahrer Geduld aufbringen. Auch auf der Gegenfahrbahn Richtung Ulm kam es zu zeitweiligen Staus – allerdings nicht, weil es hier tatsächliche Behinderungen gegeben hätte.

Vielmehr waren es zahlreiche Gaffer, die langsam fuhren, um aus ihren Autos heraus Handyfotos von der Unfallstelle zu machen und dadurch den dahinter fließenden Verkehr aufhielten.