Wie der Kreisfeuerwehrverband Heidenheim berichtet, ist es am Freitagabend gegen 17.45 Uhr auf der B19 zwischen Aufhausen und Königsbronn-Itzelberg zu einem schweren Unfall gekommen. Demnach ist ein Bus, in dem sich rund 30 Fahrgäste einer Narrenzunft befunden haben, mit einem kleinen Kühllaster kollidiert.

Die Feuerwehr sprach von einer zunächst unübersichtlichen Lage mit zahlreichen Verletzten am Unfallort. Ein Sprecher sagte, es sei bei der Alarmierung ein „MANV 2“ ausgerufen worden, das ist die Abkürzung für einen „Massenanfall von Verletzten“. Insgesamt seien 37 Menschen von dem Unfall betroffen.

Zwei Menschen bei Unfall auf B19 gestorben

Die Polizei in Ulm berichtete auf Anfrage, dass es zwei Todesopfer zu beklagen gibt: Der Aufprall zwischen den Fahrzeugen war demnach so heftig gewesen, dass der 60-jährige Fahrer des Kastenwagens und der 56 Jahre alte Fahrer des Reisebusses noch an der Unfallstelle starben. Insgesamt seien 27 Menschen verletzt worden, zwei davon hätten schwere Verletzungen erlitten. Die Feuerwehr berichtete zunächst von 17 Verletzten. Die beiden Schwerverletzten wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die übrigen Verletzten wurden der Polizei zufolge in einem zweiten Bus, der zufällig leer zur Unfallstelle kam, untersucht und versorgt.

Bus und Kühllaster frontal zusammengestoßen

Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der Reisebus gegen 17.45 Uhr auf der B19 aus Richtung Königsbronn. Aus Aufhausen kam ihm der Kastenwagen entgegen. Der 60-jährige Fahrer des Kleinlasters geriet, so die ersten Erkenntnisse der Polizei, nach links und prallte frontal in den Reisebus, in dem die Narrenzunft „Schlagga-Wäscher“ aus Oberkochen (Ostalbkreis) saß. Diese hatte eine Tagestour innerhalb von Baden-Württemberg unternommen. Nach Berichten des SWR befinden sich die Schwerverletzten noch immer im Krankenhaus. Sie wurden am Freitag operiert. Der Transporter gehörte zu einem Unternehmen, das Tiefkühl-Lebensmittel vertreibt.

Großeinsatz und Sperrung auf der B19

Die Hilfs- und Rettungskräfte aus der Umgebung rückten zu einem Großeinsatz aus. Die Feuerwehren von Königsbronn und Heidenheim kamen mit mehreren Fahrzeugen und 40 Helfern. Der Rettungsdienst war mit etlichen Fahrzeugen und 40 Kräften an der Unfallstelle, außerdem waren Notfallseelsorger im Einsatz.

Die B19 war nach dem schweren Unfall mehrere Stunden gesperrt. Die genaue Ursache des Unglücks war laut Polizei auch am Sonntag noch nicht klar. Daher bittet der Verkehrsdienst Heidenheim, dass sich Zeugen des Unfalls unter der Telefonnummer 07321/97520 melden.

Narrenzunft äußert sich zum Unfall

Am Samstag teilte die Narrenzunft „Schlagga-Wäscher“ unter anderem auf ihrer Facebook-Seite einen Post. Darin wünschen sie den Verletzten eine schnelle Genesung und drücken ihre Anteilnahme gegenüber den Hinterbliebenen der beiden Verstorbenen aus.