Heidenheim Unfall auf der A7 - war gaffen die Ursache?

Heidenheim / Polizei 20.06.2018
Nach dem Zusammenstoß am Dienstag zwischen einem Lkw und einem Wohnwagen ermittelt die Polizei den Unfallhergang.

Am Dienstag prallte auf der A7 bei Heidenheim ein Lkw gegen einen Wohnwagen. Der war an einen Nissan angehängt. Die Fahrzeuge waren gegen 10.45 Uhr in Richtung Würzburg unterwegs. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei war vor dem Pkw ein Sattelzug unterwegs.

Dessen Fahrer bremste. Der Nissanfahrer bremste auch. Der LKW-Fahrer hatte die Bremslichter am Wohnwagen zu spät gesehen. Er konnte einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden und prallte gegen den Wohnwagen. Währenddessen liefen auf der Gegenfahrbahn die Aufräumarbeiten zu einem Unfall mit drei Lkws. Wie die Polizei gestern bekannt gab, ermittelt sie nun, ob es sich um einen sogenannten „Gafferunfall“ handelt. Bisher sei dies weder zu bejahen noch auszuschließen, wie ein Pressesprecher der Polizei mitteilte.

Die Polizei sucht nun Zeugen zu dem Unfall. Sie sucht auch den Fahrer des Sattelzuges mit Sattelauflieger, der vor dem Nissan fuhr. Es ist bekannt, dass der Sattelauflieger eine Plane hatte. Dort war der Schriftzug "Wir haben Traumdächer" aufgedruckt.

Zeugen zu dem Unfall, und auch der Fahrer des Sattelzuges, werden gebeten, sich beim Verkehrskommissariat in Heidenheim (07321/97520) zu melden.

Schwere Strafen für Gaffer bei Unfällen

Immer wieder kommt es vor, dass Verkehrsteilnehmer in Unfallbereichen ihr Tempo drosseln um genau zu sehen, was sich ereignet hat. Diese Schaulustigen, auch Gaffer genannt, die teils sogar mit dem Handy filmen, verursachen selbst wiederum immer wieder Unfälle.

Selbst wenn keine Fotos gemacht werden, ist das Gaffen eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro belegt werden.

Wer bei einem Unfall jedoch filmt oder Fotos macht, begeht eine Straftat. Das kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren Jahren oder eine Geldstrafe geahndet werden.

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