Absturz Ultraleichtflugzeug legt Bruchlandung bei Steinheim hin

Steinheim / KDK 16.10.2016
Beim Steinheimer Segelfluggelände legte am Sonntagmittag ein Ultraleichtflugzeug eine Bruchlandung im Wald hin. Beide Passagiere wurden nicht verletzt.

Riesenglück im Unglück hatten der 44 Jahre alte Pilot und seine 15-jährige Tochter, deren zweisitziges Leichtflugzeug gegen 12 Uhr auf dem Segelflugplatz Steinheimer Heide zu landen versuchte. Beide kamen mit dem Schrecken davon.

Dass dieser Sonntagsausflug – im Osten Münchens gestartet – mit einem Totalschaden in Höhe von 40.000 Euro enden würde, war für beide nicht absehbar. Ab Gundremmingen aber hatten sie kaum noch Sicht nach unten. Der Nebel war enorm dicht, der Flugplatz Giengen deswegen geschlossen und der Tower nicht erreichbar.

Auch der Ausweichflugplatz Rüblinger Heide nahe Gerstetten war nicht erreichbar, aber es meldete sich Steinheim. Und dort sollte die Reise ja zu einem Verwandtenbesuch ohnehin hingehen. Bei strahlendem Sonnenschein sollte die Landung für das Ultraleichtflugzeug eigentlich glatt gehen.

Beim Aufsetzen auf der Graspiste geriet die einmotorige Maschine in eine Art Bodenwelle, weshalb das Bugrad abriss und der Flieger schlitterte nicht mehr lenkbar auf dem Rumpf nach rechts und zerschellte zwischen Bäumen. Die Insassen kamen mit Hautkratzern davon: „Hauptsache wir leben.“

Beim Absturz wurde aber eine der Tragflächen abgerissen, so dass etwa 30 Liter Superbenzin ausliefen. Nur eine geringe Menge konnte die Feuerwehr auffangen.

Feuerwehr, dazu Notarzt und Rettungsdienst wurden auf die Schäfhalde gerufen. 20 Feuerwehrleute unter Kommandant Uli Weiler, später kam Bürgermeister Olaf Bernauer dazu, waren froh, dass die Havarie so glimpflich ausgegangen war. Aufgrund der klaren Sachlage eilten keine Experten des Bundesluftfahrtamts an den Unglücksort.

Feuerwehrleute bargen die Trümmer, die Fliegergruppe Steinheim-Heidenheim nahm die Trümmer zur weiteren Untersuchung in einer ihrer Flugzeughallen auf. Die Ermittlungen führt das Polizeirevier Heidenheim.

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