Eine 25-Jährige Autofahrerin erlebte am Samstagabend in Giengen einen Schreck, der beinahe zu einem Unfall geführt hätte. Wie die Polizei berichtet, fuhr sie gegen 21.30 Uhr in der Memminger Straße in Richtung Stadtmitte. Auf Höhe der Wilhelmstraße sah sie zwei Fußgänger. Als sie an ihnen vorbeifuhr, feuerte einer der beiden Männer mit einer Pistole in Richtung des Autos der 25-Jährigen.

Die Autofahrerin erschrak derart, dass sie instinktiv von dem Schützen weg auf die Gegenfahrbahn steuerte. Zum Glück herrschte gerade wenig Verkehr und es kam ihr in diesem Augenblick kein Fahrzeug entgegen.

Schütze bedroht Frau erneut mit Waffe

Die junge Frau alarmierte sofort per Notruf die Polizei. Dann wendete sie und wartete darauf, dass die Polizei eintraf. Derweil näherten sich die beiden Männer wieder der jungen Frau – der 29-jährige Schütze zielte erneut in Richtung der Autofahrerin.

Als die beiden bemerkten, dass die Polizei anrückt, liefen sie in Richtung Hirschstraße. Doch die Beamten stoppten sie. Der 29-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt immer noch die Waffe in der Hand. Er und sein Begleiter zeigten sich wenig kooperativ und mussten von den Polizisten überwältigt werden. Die Überprüfung der beiden Personen und der Waffe ergab, dass der Schütze erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Bis dahin war auch noch nicht klar, dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelte. Der Mann besitzt keine Erlaubnis zum Führen und Schießen mit der Waffe.

Polizei erstattet Anzeige

Ihn erwarten nun Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Strafgesetzbuch. Die Waffe wurde beschlagnahmt.

In Ulm ereignete sich nachts ein ähnlicher Fall: Junge Männer feuerten in der Frauenstraße mit einer Schreckschusswaffe aus einem fahrenden Auto. Auch sie wurden gefasst und werden angezeigt.