Bei einer Hochzeitsfeier im Mai sollen sowohl in Bad Ditzenbach (Kreis Göppingen) als auch in Aalen Schüsse gefallen sein. Das berichtet der SWR auf seiner Homepage. Jetzt ermittelt dem Bericht zufolge die Polizei, nachdem sie ein Video davon zugespielt bekommen hat. Das Video ist am Dienstag auf Bild.de und auf Youtube veröffentlicht worden.

Youtube

Polizei war in Aalen und Bad Ditzenbach unterwegs

Dem Bericht des SWR zufolge war die Hochzeitsgesellschaft sowohl in Aalen als auch in Bad Ditzenbach unterwegs. Die Polizei soll schon vor Ort gewesen sein, da Zeugen Schüsse gemeldet hatten. Die Beamten konnten jedoch keine Gesetzesverstöße feststellen. Nachdem der Polizei nun das Video zugespielt worden ist, ermittelt sie unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Staatsanwaltschaft Ellwangen ist eingeschaltet

Auch die Staatsanwaltschaft Ellwangen ist informiert, wie die Polizei Aalen später am Dienstag per Mitteilung bestätigte.

Aus der Mitteilung geht hervor, dass an dem Tag „mehrere Anrufe von Anwohnern“ eingingen. Weiter heißt es: „Es waren auch Schussgeräusche oder Böller gemeldet worden, die jedoch beim Eintreffen der Streife nicht bestätigt werden konnten. Konkrete Zeugenaussagen hatten damals nicht vorgelegen. Die Streife hatte im weiteren Verlauf verkehrslenkend eingegriffen und darüber hinaus einen Verstoßverstoß geahndet.“

Auch das Polizeipräsidium Ulm ermittelt

„Wir sind am Anfang der Ermittlungen“, sagt Wolfgang Jürgens, Sprecher des Polizeipräsidiums in Ulm, am Dienstagnachmittag auf unsere Nachfrage. Am 4. Mai meldeten Zeugen der Polizei, dass ein Hochzeitskorso die B466 in Geislingen blockiert, erzählt Jürgens. Eine Streife rückte daraufhin zwar aus; doch von den Fahrzeugen war nichts zu sehen. Eine Stunde später dann der Vorfall in Bad Ditzenbach: Menschen hörten Knallgeräusche, womöglich Schüsse. Erneut rückte eine Polizeistreife aus, konnte jedoch nichts feststellen, führt Jürgens aus. Die Ermittlungen verliefen im Sande.

Kennzeichen auf Video erkennbar

Doch nun liegen der Polizei die Videoaufnahmen vor. „Diese zeigen, wie geschossen wurde“, ergänzt Wolfgang Jürgens. Ob dies mit einer Schreckschusswaffe oder einer Pistole geschah, ist unklar. Dies sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Auf dem Video sind die Kennzeichen der Autos erkennbar; die Ermittler können also die Personalien der Beteiligten prüfen.

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