Am Donnerstagnachmittag sind bei einem Autokorso in Aalen, der im Zuge einer Hochzeit stattgefunden hat, mehrere Schüsse gefallen. Wie die Polizei mitteilt, meldete ein Zeuge gegen 16 Uhr, dass mehrere Fahrzeuge den Saumweg und die Charlottenstraße blockierten.

Vor Ort stellten die Polizisten rund 30 Fahrzeuge fest, die Teile der Straße und des Gehweges unpassierbar machten. Einige der Autos seien mit türkischen Flaggen verziert gewesen. Offenbar sei der Korso unterwegs gewesen, um die Braut abzuholen, so die Polizei weiter.

Sechs Schüsse, keine Schusswaffe

Noch in Anwesenheit der Beamten fielen etwa sechs Schüsse in die Luft. Trotz einer sofortigen Durchsuchung aller Fahrzeuge sowie der etwa 60 Personen konnten die Polizisten keine Schusswaffen finden.

Eine Person gab zu, Böller gezündet zu haben. Zwei der Gäste waren unerlaubt mit Überführungskennzeichen unterwegs und ein Mann bedrohte eine Polizistin verbal. In allen Fällen wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Die Anwesenden durften den Kontrollort schließlich ohne Korso verlassen.

Zweiter Fall in Aalen

Dies ist nicht der erste Fall von missbräuchlichem Waffengebrauch bei einem Hochzeitskorso. Bereits im Mai fielen bei einem Autokonvoi in Aalen Schüsse. Im September wurde der Polizei Aalen dazu ein Beweisvideo zugespielt. Auch in anderen Bezirken in Baden-Württemberg gab es schon derartige Fälle.

Polizei bittet um Mithilfe

Die Polizei Aalen bittet mögliche Zeugen, die Aussagen zu den den Schüssen oder Hinweise auf den oder die Schützen geben können, um Mithilfe. Zeugenaussagen werden unter der Telefonnummer 07361 5240 entgegengenommen.

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