Aufregung in Giengen an der Brenz: Am Dienstag gegen 17.30 Uhr rückten ein Spezialeinsatzkommando (SEK), die Polizei und das Jugendamt an. Hintergrund war der Verdacht, dass ein Mann eine Mutter und ihr Kind seit Wochen gefangen gehalten und misshandelt haben soll.

Jugendamt erhält Hinweis auf Freiheitsberaubung

Wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen, das Landratsamt Heidenheim, die Stadt Giengen und die Polizei am Donnerstag gemeinsam mitteilten, hatte das Jugendamt Heidenheim am Dienstagmorgen Hinweise aus dem Umfeld einer Mutter erhalten. Demnach würden die Mutter und ihre kleine Tochter seit Anfang Dezember gegen deren Willen in der Wohnung eines Mannes festgehalten. Die Mutter sei zudem körperlich misshandelt und mit dem Tod bedroht worden.

Verdächtiger im Besitz von Waffen

Die Behörden gingen der Mitteilung zufolge von einem Fall von Freiheitsberaubung und der Gefährdung der Frau und des Mädchens aus. Zumal der Polizei Hinweise vorlagen, dass der Mann legal im Besitz von scharfen Waffen ist.

Einsatz mit dem SEK

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen erließ das Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss. Gegen 17.30 Uhr rückte die Polizei mit Vertretern des Jugendamtes an. Weil der Verdächtige Waffen besitzt, war auch das SEK dabei.

In der Wohnung trafen die Einsatzkräfte die mutmaßlich gefährdete Mutter und die Tochter sowie den Tatverdächtigen an. Mitarbeiter des Jugendamtes sprachen mit Mutter und Kind. Die Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf Straftaten. Auch die vermutete Gefährdung von Mutter und Kind bestätigte sich nicht. Bei der Durchsuchung war ein Vertreter der Waffenbehörde der Stadt Giengen dabei und zog die Waffen zur Überprüfung ein.