Die Stadt Ellwangen und die Polizei haben ein rechtsextremistisches Rockkonzert in Ellwangen verhindern. Das teilten sie in einer gemeinsamen Presseerklärung am Sonntag mit.

Auf dem Freizeitgelände Wagnershof bei Ellwangen sollte am Samstagabend ein Konzert von rechtsextremistischen Musikgruppen stattfinden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Veranstaltung sei bundesweit beworben worden. Die Verfassungsschutzbehörden haben daraufhin das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Aalen informiert, die wiederum die Versammlungsbehörde der Stadt Ellwangen über die geplante Veranstaltung in Kenntnis setzte.

Stadt spricht Verbot aus

Laut Erkenntnissen der Ermittler, habe die Veranstaltung eindeutige Bezüge zur „Blood & Honour“ Bewegung (siehe Infokasten). Die Stadt Ellwangen habe daher die Veranstaltung am Samstagmorgen verboten und eine entsprechende Verfügung an den Veranstalter ausgehändigt. Der Veranstalter habe gegenüber dem Vermieter des Geländes angeben, dass es sich bei der Veranstaltung lediglich um eine Geburtstagsparty handle.

Um sicher zu gehen, dass sich die Veranstalter an das ausgesprochene Verbot halten, waren das Polizeipräsidium Aalen und das Landeskriminalamtes Baden-Württemberg ab Samstagmorgen mit mehreren Einsatzkräften vor Ort.

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Tuningen/Villingen-Schwenningen

Blood & Honour


„Blood and Honour“ ist eine international aktive und rechtsextremistische Skinheadorganisation. Am 12.

September 2000 hat das Bundesinnenministerium „Blood & Honour Division Deutschland“ und ihre Jugendorganisation „White Youth“ auf Grundlage des Paragraphen 3 Vereinsgesetz verboten. Dieses Verbot ist seit dem 13. Juni 2001 durch Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes rechtskräftig.