Giengen Drängler verursachte den schweren Unfall auf der A7

Giengen / HZ 07.07.2018
Am Mittag kam es zwischen den Anschlussstellen Giengen und Heidenheim zu einem Zusammenstoß dreier Autos, ein Fahrer verletzte sich schwer.

Einmal mehr mussten die Autofahrer im Kreis am Freitagmittag viel Geduld aufbringen. Wegen eines schweren Verkehrsunfalls auf der A7 in Richtung Würzburg kam es ab der Anschlussstelle Giengen zu einer Vollsperrung, alle Fahrzeuge mussten deshalb auf die Bundes- und Landesstraßen ausweichen. Es kam zu kilometerlangen Staus, vor allem in Heidenheim auf der B19 und in Giengen auf der Ulmer Straße bis in die Südstadt hinein.

Der Unfall ereignete sich um kurz nach 11 Uhr zwischen den Anschlussstellen Giengen und Heidenheim auf Höhe Giengen, sechs Personen wurden dabei verletzt.

Der Polizei zufolge sei Zeugen schon vor dem Zusammenstoß ein Fiat aufgefallen, der ständig gedrängelt und die Lichthupe betätigt habe, um sich freie Bahn zu verschaffen und schneller voranzukommen. So berichteten es die Zeugen später den Polizisten.

Eine Weile ging das noch gut, aber kurz hinter der Anschlussstelle Giengen stockte der Verkehr, weshalb eine Frau in ihrem Mercedes bremsen musste. Sie wollte noch den Fahrstreifen wechseln, aber da war der hinter ihr anfahrende Fiatfahrer schon da.

Es reichte ihm nicht mehr, um rechtzeitig abzubremsen: Er fuhr auf den Mercedes auf und schob diesen weiter auf den davor fahrenden Ford. Der Mercedes wurde danach in die Böschung neben dem rechten Fahrstreifen geschleudert. Die anderen beteiligten Autos blieben quer zur Fahrbahn stehen und blockierten den Verkehr auf der Autobahn.

Eine Person schwer verletzt

Bei dem Unfall wurden drei Personen verletzt, die in dem Fiat saßen. Eine davon erlitt schwere Verletzungen. Im Mercedes trugen außerdem zwei Insassen leichte Verletzungen davon, ebenso die Fahrerin des Fords.

Ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle und brachte den Schwerverletzten ins Krankenhaus. Mehrere Rettungswagen transportierten die Leichtverletzten in Kliniken.

Vor Ort war zur Unterstützung die Feuerwehr Langenau mit vier Fahrzeugen und 15 Mann. Warum es nicht die Giengener Feuerwehr war, steht nicht fest. Möglicherweise ist der Notruf in der Leitstelle falsch eingegangen.

Die Polizei ermittelte die Unfallursache. Der 27-jährige Fiatfahrer sieht wegen seiner Drängelei jetzt einer Strafanzeige entgegen.

27-Jährigen erwartet Anzeige

Die Autobahn war bis gegen 13.30 Uhr gesperrt, danach dauerte es noch etwas, bis der Verkehr wieder überall reibungslos lief. Die Unfallstelle musste mit Abschleppwagen geräumt und anschließend mit Besen von der Feuerwehr gesäubert werden.

Während der Vollsperrung wurde der Verkehr in Giengen von der Autobahn ab- und auf die B19 nach Heidenheim umgeleitet. Die Polizei regelte den Verkehr am nahegelegenen Kreisverkehr bei der Autobahnauffahrt.

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