Heidenheim Mutmaßlicher Tankstellenräuber ist geständig

Die Polizei hat einen mutmaßlichen Räuber gefasst.
Die Polizei hat einen mutmaßlichen Räuber gefasst. © Foto: Archiv
Heidenheim / Michael Brendel 01.06.2018
Ein 21-jähriger Verdächtiger sitzt seit vergangenen Dienstag in einer Justizvollzugsanstalt.

Das ging schnell: Exakt eine Woche nach dem Überfall auf die Tankstelle beim Real-Markt in Schnaitheim klickten am vergangenen Dienstag die Handschellen. Wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen und das Polizeipräsidium Ulm gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, wurde ein 21-Jähriger aus dem Kreis Heidenheim in seiner Wohnung festgenommen. Gegen den dringend Tatverdächtigen erging Haftbefehl. Er sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt.

Gerade einmal zwei Hinweise hatten die Polizei in den vergangenen Tagen erreicht. Der erste kurz nach der am 22. Mai verübten Tat, allerdings brachte er die Ermittler nicht entscheidend weiter. Der zweite dann aufgrund eines am 24. Mai freigegebenen Fahndungsfotos aus einer Überwachungskamera.

Zweiter Tipp war ein Treffer

Und dieser Tipp erwies sich als Volltreffer, führte er doch zu dem Tatverdächtigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes, wo dann auch die Festnahme erfolgte.

Der 21-Jährige hat mittlerweile zugegeben, sowohl den Überfall am 22. Mai, als auch einen weiteren auf dieselbe Tankstelle am 30. April begangen zu haben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern noch an. Wie Wolfgang Jürgens, Pressesprecher des Ulmer Polizeipräsidiums, gestern auf Anfrage mitteilte, geht es dabei auch um die Frage, inwieweit aufgefundene Beweismittel mit den beiden Taten in Verbindung zu bringen sind. Keine Angaben machte Jürgens dazu, ob der Pullover mit dem markanten Aufdruck auf der Brustseite, die bei den Überfällen verwendete Pistole sowie das Fahrrad aufgetaucht sind, mit denen der Räuber geflüchtet war.

Unkommentiert blieb bislang auch die Annahme, der mutmaßliche Täter könne im näheren Umfeld der Tankstelle wohnen. Darauf lässt zum einen die Verwendung des Fahrrads schließen.

Tatzeit: 7 Uhr

Zum anderen könnte dafür die Tatsache sprechen, dass der zweite Überfall gegen 7 Uhr erfolgte, also zu einer Zeit, zu der keine prall gefüllte Kasse zu erwarten ist. Dies wiederum legt nahe, dass auf die Schnelle Geld beschafft werden musste – aus welchem Grund auch immer, aber eben ohne lange Anfahrt.

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