Oggenhausen Schwierige Aufräumarbeiten nach Lkw-Unfall auf der A7

Oggenhausen / Ape/Pol/kir/Ui 20.06.2018
Nach einem Auffahrunfall auf der A7 mit drei Lkws bei Heidenheim prallte kurze Zeit auf der Gegenfahrbahn ein Lkw gegen einen Wohnwagen.

Auf der Autobahn 7 auf Höhe von Oggenhausen kam es am Dienstag kurz nach 10 Uhr zu einem schweren Unfall mit mehreren Lkws. Dieser Unfall zog stundenlange Verkehrsbehinderungen nach sich. Weil zunächst die Ladung der Lkws geborgen werden musste, bevor die Sattelschlepper abgeschleppt werden konnten, war die Fahrspur in Richtung Süden zumindest teilweise noch bis gegen 19 Uhr gesperrt. Auch ein Kran war nach Angaben von Einsatzkräften vor Ort.

Zum Unfallhergang: Nach Angaben der Polizei standen zwei Sattelzüge auf der rechten Spur der A7 in Richtung Ulm im Stau. Das bemerkte ein dritter Lkwfahrer zu spät. Er bremste, konnte aber einen Aufprall nicht vermeiden. Die Fahrzeuge stießen zusammen. Der DAF schleuderte auf den Standstreifen. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte auch der Sattelzug des Unfallverursachers und prallte gegen den vorderen Sattelzug, einen MAN.

Zwei Schwerverletzte

Der Unfallverursacher wurde durch den Unfall in seiner Iveco eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn. Rettungskräfte brachten den schwer Verletzten in ein Krankenhaus. Auch der Fahrer des DAF trug schwere Verletzungen davon. Auch ihn brachten Rettungskräfte in eine Klinik. Der 58-jährige Lenker der MAN überstand den Unfall ohne Blessuren.

Der Iveco und der DAF waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. An ihnen entstand Totalschaden in Höhe von ungefähr 200.000 Euro. Abschlepper bargen die Fahrzeuge. Den Sachschaden an der MAN schätzt die Polizei auf ungefähr 10.000 Euro. Das Fahrzeug konnte bis Giengen weiterfahren.

Aufgrund des Unfalls und der Bergungsarbeiten staute der Verkehr auf der A7 in Richtung Ulm. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Neben den Feuerwehren Heidenheim, Schnaitheim und Oggenhausen waren auch zahlreiche Rettungskräfte vom DRK vor Ort.

Auch auf der Gegenfahrbahn kam es zu einem Unfall: Kurz vor 11 Uhr prallte dort ein Lkw gegen einen Wohnwagen. Der war an einen Nissan angehängt. Der 69-jährige Autofahrer und seine 66-jährige Beifahrerin verletzten sich bei dem Unfall leicht.

War es ein Gafferunfall?

Der Fahrer des Scania hatte den langsam fahrenden Pkw zu spät bemerkt und noch gebremst. Trotzdem konnte der 54-Jährige einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Der Nissan war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Der Wohnwagen wurde durch den Unfall zertrümmert. Der Lkw fuhr bis zu einer nahegelegenen Ausfahrt.

Abschlepper bargen die drei Fahrzeuge. Den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf ungefähr 100.000 Euro. Der Verkehr wurde einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Die Polizei prüft nun, ob es sich um einen sogenannten Gafferunfall handelt.

Die Autobahn war zeitweise komplett gesperrt. Gegen 15 Uhr war die Fahrbahn von Ulm nach Aalen wieder frei.

Schwere Strafen für Gaffer bei Unfällen

Immer wieder kommt es vor, dass Verkehrsteilnehmer in Unfallbereichen ihr Tempo drosseln um genau zu sehen, was sich ereignet hat. Diese Schaulustigen, auch Gaffer genannt, die teils sogar mit dem Handy filmen, verursachen selbst wiederum immer wieder Unfälle.

Selbst wenn keine Fotos gemacht werden, ist das Gaffen eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro belegt werden.

Wer bei einem Unfall jedoch filmt oder Fotos macht, begeht eine Straftat. Das kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren Jahren oder eine Geldstrafe geahndet werden.

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