Giengen Dackel mehrere Stunden in Abflussrohr gefangen

Giengen / pm/cat 10.10.2018
Drinnen Dackel „Lotte“, draußen das verzweifelte Frauchen: Ein Hund brachte sich am Mittwoch beim Schratenhof in eine missliche Lage.

In der Nähe des Schratenhofs mussten ein Frauchen und ihr Hund heute getrennt voneinander bange Stunden erleben. An einer großen Wiese ließ die Hundebesitzerin ihren Dackel „Lotte“ von der Leine. Dieser nahm offenbar umgehend eine Fährte auf und verschwand - typisch Dackel - in einen Graben und dort in einem Abflussrohr, das unter einer Straße hindurch führt.

Alles Rufen half nichts, „Lotte“ blieb verschwunden. Rund zwei Stunden später wusste sich die Besitzerin nicht mehr zu helfen und rief die Feuerwehr. Als diese am Ort des Geschehens eintraf, fiepste und winselte „Lotte“ bereits so sehr, dass man sie bis nach draußen hören konnte.

„Lotte“ kam nicht mehr heraus

Doch auch die Giengener Feuerwehrleute konnten zunächst nicht helfen. Auch auf deren Rufen und Klopfen hin schaffte „Lotte“ es nicht selbstständig ins Freie. Und das Rohr war mit gerade einmal 25 Zentimetern Durchmesser zu klein, um „Lotte“ näher zu kommen.

Hilfe kam schließlich von einer herbeigerufenen Spezialfirma, die mit einer Kamera ins Abflussrohr leuchtete. Nicht nur wurde „Lotte“ im Rohr entdeckt, auch kam sie, animiert durch das Licht der Kamera, schließlich Stück für Stück aus eigener Kraft rückwärts aus dem Rohr heraus und konnte ihrer überglücklichen Besitzerin übergeben werden.

Wer war da im Rohr?

Auch der Grund für „Lottes“ Gang ins Rohr konnte dann noch per Kamera ausgemacht werden: Am anderen Ende des Lochs saß ein Fuchs. Dieser blieb, genau wie „Lotte“, bei der ganzen Affäre unverletzt.

Für den Einsatz allerdings muss nun das Frauchen von „Lotte“ aufkommen. Wenn nun noch die Versicherung diese Kosten übernimmt, dann wäre das Happy End - noch dazu „Tag des Hundes“ - perfekt.

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