Ein Learjet, der am Mittwochabend über dem Zollernalbkreis unzählige Kreise flog, sorgt für Verwunderung bei zahlreichen Bürgern. Bereits zehn Tage zuvor, am Abend des 15. Juni, hatte ein Flugzeug vom selben Typ ebenfalls auffällige Runden am Himmel über der Region gedreht.

Learjet dient als fliegende Zielscheibe

Wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Anfrage mitteilt, flogen die Learjets – zweistrahlige Reiseflugzeuge, die sonst häufig als Privatjet genutzt werden – im Auftrag der Bundeswehr über die Zollernalb.
Sie dienten im Rahmen eines Übungsvorhabens zur Unterstützung von Bodentruppen auf dem Truppenübungsplatz Heuberg als Zieldarstellungsflugzeuge und waren dabei in einer Höhe von rund 7000 Fuß bzw. 2135 Metern über dem Grund unterwegs.

Übungen am leeren Himmel fallen stärker auf

Solche Übungen seien laut Pressestelle Routine, schon vor der Corona-Krise habe es Zieldarstellungsflüge über der Region gegeben. „Es fällt nun aber mehr auf, da sonst kaum noch Flugzeuge fliegen“, erklärt ein Sprecher des Luftfahrtamt der Bundeswehr. „Man hat sich schon daran gewöhnt, dass der Fluglärm nachgelassen hat – wenn dann doch ein Flugzeug unterwegs ist, sticht das gleich heraus.“
Nach den vorliegenden Unterlagen habe der Einsatz unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen stattgefunden, teilte der Sprecher mit.

Das könnte dich auch interessieren:

Heiligenzimmern