Ein folgenschwerer Unfall hat sich am Dienstagmittag auf der B 27 zwischen Hechingen und Bisingen ereignet. Kurz nach der Auf- und Abfahrtsstelle beim Brielhof in Richtung Bisingen kam es gegen 12.25 Uhr zum missglückten Auffahrvorgang eines Autos.
Ein 88-jähriger Mann wollte mit seinem auf 25 Stundenkilometern gedrosselten Kia bei der Anschlussstelle Hechingen-Süd auf die B 27 auffahren, genauso wie ein dahinter folgender 61-jähriger VW-Fahrer. Der Transporter, der auch auf die B 27 gewechselt hatte, krachte daraufhin in das Heck des Kia, teilt Martin Raff von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Reutlingen auf HZ-Nachfrage mit.

25-er-Auto darf doch nicht fahren

In der Folge wurde das 25er-Kia-Auto, das eigentlich auf dieser Straße gar nicht mehr fahren darf, in die Leitplanke geschleudert. Das größere und leistungsstärkere, andere Fahrzeug, ein VW, kollidierte ebenfalls mit der Leitplanke auf der rechten Seite der B 27.

Sehr viele Rettungskräfte rücken an

Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes, die Polizei und 25 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hechingen, inklusive fünf Wagen, rückten gegen 12.25 Uhr an. Der Verkehr wurde umgeleitet, die B 27 war eine halbe Stunde lang vollständig gesperrt. Erst gegen 13 Uhr wurde halbseitig geöffnet.

Eine verletzte Person

Zunächst wurde die Feuerwehr alarmiert, dass eine Person bei dem Unfall eingeklemmt sei. Dies war beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht der Fall, teilte Feuerwehr-Einsatzleiter Frank Brecht gegenüber der HZ mit.
Bei der Kollision zog sich der Senior nach derzeitigem Kenntnisstand leichte Verletzungen zu. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der 61-Jährige war augenscheinlich unverletzt geblieben. Insgesamt beläuft sich der Sachschaden auf zirka 8000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten zudem abgeschleppt werden.
Die Feuerwehr war bis 14.30 Uhr noch mit den Sicherungs- und Aufräumarbeiten auf der B 27 beschäftigt.