Anfang März wurde ein 23-jähriger Albaner von Kräften des Hauptzollamts Singen auf der Autobahn A 81 einer Verkehrskontrolle unterzogen. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Beamten, in einem Hohlraum versteckt, circa elf Kilogramm Marihuana.

In Italien schon zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Bei den weiteren Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Friedrichshafen wurde bekannt, dass neben dem zwischenzeitlich inhaftierten Kurier ein weiterer 34-jähriger albanischer Drogendealer nach Deutschland eingereist war und sich im westlichen Bodenseekreis aufgehalten hatte. Im Rahmen der weiteren polizeilichen Maßnahmen stellte sich heraus, dass sich bei dem 34-Jährigen ein 38-jähriger Landsmann aufhielt, der bereits in Italien wegen des Handels mit Betäubungsmitteln zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war und mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurde.

Schlag gegen die organisierte Kriminalität

Nachdem die Wohnung vergangene Woche von Spezialkräften gestürmt wurde, konnten beide Personen vorläufig festgenommen werden. Mit der Festnahme des 38-jährigen Albaners, der der italienischen Mafia zugerechnet wird, gelang ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität. Die mutmaßlichen Drogendealer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaften Rottweil und Hechingen bei den zuständigen Amtsgerichten vorgeführt und nach Erlass der Haftbefehle in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Über die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe wird die die Auslieferung des 38-jährigen Albaner an die italienische Justiz vorbereitet.