Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat wegen eines versuchten Tötungsdelikts Anklage zum Landgericht Hechingen – Schwurgericht – erhoben. Dem 60-jährigen Angeschuldigten wird der folgende Sachverhalt zur Last gelegt:

Am 2. Februar 2020 soll der Mann in angetrunkenem Zustand in den Mittagsstunden in einer Hechinger Gaststätte aus einer Plastikbierflasche, in deren Deckel ein Loch geschnitzt war, Benzin sowohl auf den Boden und die überwiegend hölzerne Einrichtung als auch gezielt auf den ihm gegenüberstehenden Wirt versprüht haben. Bevor der Angeschuldigte das Feuerzeug, das er ebenfalls dabei hatte, entzünden konnte, soll er von dem Wirt unter Mithilfe von Gästen aus der Gaststätte befördert worden sein, wobei er die Flasche verloren haben soll.

Vor der Tür soll der Mann erneut angesetzt haben, die Kleidung des in Schlagdistanz stehenden Wirtes mit dem Feuerzeug anzuzünden. Dem Wirt sei es unterdessen gelungen, sich in die Gaststätte zurückzuziehen. Der Angeschuldigte soll sich sodann nach Hause aufgemacht haben, wo er noch am selben Tag festgenommen wurde. Er befindet sich seit dem 3. Februar in Untersuchungshaft.

Tatmotiv: die Weigerung des Wirtes, Alkohol auszuschenken

Den Anlass zu der Tat soll nach den Ermittlungen die – am Vormittag desselben Tages ausgesprochene – Weigerung des Wirtes gegeben haben, dem angeblich erkennbar alkoholisierten Mann Alkohol auszuschenken.

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