„Um Haaresbreite“, so berichtet die Polizei, sei ein Handelsunternehmen aus Singen am Hohentwiel einem Betrug aufgesessen. Erst im letzten Moment bemerkte die Firma den Schwindel und stornierte eine Lieferung von Kondomen im Wert von über 60.000 Euro nach Paris.

Ein falscher Einkaufsdirektor

Der Betrüger, der sich als Einkaufsdirektor einer Pariser Firma ausgab, hatte bereits im Januar die ersten Geschäftskontakte zu der Singener Firma, die vornehmlich mit Kondomen Handel betreibt. Als die Ware für den Versand fertig gemacht wurde und einer Spedition übergeben werden sollte, flog der Betrugsversuch auf. Kurz bevor der Lastwagen eintraf, erkundigte sich das Unternehmen in Frankreich nochmals bei der Pariser Firma, bei der jedoch niemand etwas über einen Auftrag wusste. Auch der tatsächlich und dem gleichen Namen existierende Einkaufsdirektor nicht.

Die Kripo kennt die Masche

Sofort wurde die Lieferung an eine Adresse in einem Vorort von Paris gestoppt und Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Masche ist für die Kripo nichts Neues. Auch in diesem Fall konnte bislang die Identität des Betrügers nicht ermittelt werden. Betrüger agieren oft unter real existierenden Legenden. Auch Telefonnummern werden von Betrügern regelmäßig über das Internet gefälscht, um eine Rückverfolgung unmöglich zu machen. Die Polizei empfiehlt Unternehmen, sich umfassend über neue Auftraggeber zu informieren.