Das Oberlandesgericht in Stuttgart bestätigte die Verurteilung eines 60-jährigen Burladingers, der 2019 vom Amtsgericht Hechingen wegen „Verabredung zum unerlaubten Erwerb von Kriegswaffen“ zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt wurde.

Bis dato unbescholten

Der bis dahin unbescholtene Angeklagte war mit Urteil des Schöffengerichts Hechingen vom 26. Juli zu dieser Strafe verurteilt worden, sein Mittäter zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten. Beide Strafen wurden allerdings vom Amtsgericht zur Bewährung ausgesetzt.
Verurteilt worden waren die beiden, weil sie im Frühjahr 2016 beabsichtigt hatten, mindestens zwei Maschinenpistolen zu erwerben. Sie gehörten damals der sogenannten „Prepper“-Szene an und wollten Maschinenwaffen besitzen, um für den von ihnen in Deutschland erwarteten „Systemzusammenbruch“ gewappnet zu sein.

Hochstapler kassiert 5500 Euro

Zu diesem Zweck hatten beide insgesamt 5500 Euro in Albstadt an einen hier lebenden kroatischen Staatsbürger übergeben, der vorgab, solche Waffen besorgen zu können. Tatsächlich verfügte der Mann über keine entsprechenden Kontakte, sondern wollte mit dem übergebenen Geld eigene Schulden bezahlen.
Gegen das Urteil legte der 60-Jährige Berufung ein. Auch der Mittäter hatte das vor, zog jedoch vor Beginn der Verhandlung zurück.
In der Berufungsverhandlung am Landgericht Hechingen kam die Kammer nach de Wiederholung der Beweisaufnahme jedoch erneut zu der Überzeugung, dass der Angeklagte entgegen seiner Aussage nicht nur eine zur Jagd taugliche halbautomatische Schusswaffe erwerben wollte – sondern eine, die dem Kriegswaffengesetz unterliegt.

In vollem Umfang rechtskräftig

In der Revision bestätigte das Oberlandesgericht nun das erstinstanzliche Urteil des Hechinger Amtsgericht. Es ist damit vollumfänglich rechtskräftig.

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