Mössingen Polizeitrick-Betrüger in Casablanca verhaftet

Die Polizei konnte in Marokko den mutmaß­lichen 30-jährigen Chef einer Betrügerbande stellen.
Die Polizei konnte in Marokko den mutmaß­lichen 30-jährigen Chef einer Betrügerbande stellen. © Foto: Archiv/dpa
Mössingen/Casablanca / SWP 08.06.2018
Die Polizei konnte in Marokko den mutmaß­lichen 30-jährigen Chef einer Betrügerbande stellen.

Ein großer Erfolg bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität ist der Polizei gelungen mit der Festnahme eines 30-jährigen Türken in Casablanca gelungen. Der 30-Jährige gilt als mutmaßlicher Kopf einer Bande, die vornehmlich ältere Mitbürger angerufen, sich als Polizisten ausgegeben und die Angerufenen so unter Druck gesetzt haben, dass diese ihnen teils hohe Geldsummen aushändigten. Dem Tatverdächtigen werden mindestens zehn Fälle mit einem Schaden von etwa 185 000 Euro zur Last gelegt. Er wurde nach der Festnahme am Flughafen in Casablanca jetzt nach Deutschland ausgeliefert und befindet sich in Untersuchungshaft.

Auf die Spur der Bande kamen die Fahnder nach einem Betrugsfall im März 2017 in Mössingen. Eine 62-Jährige hatte den Betrügern mehrere zehntausend Euro übergeben. Einen Monat danach nahm die Polizei fünf Bandenmitglieder fest. Weitere Ermittlungen führten die Fahnder dann auf die Spur des 30-Jährigen, der in München aufgewachsen ist und nach schweren Straftaten im Jahr 2012 in die Türkei abgeschoben wurde. Seither soll er als „Keiler“ agiert haben. Das sind die Köpfe der Banden, die aufgrund ihrer Sprachkenntnisse die betrügerischen Anrufe tätigen.

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