Gegen einen 42-jährigen Türken und einen 26-jährigen Deutschen aus dem Rockermilieu sowie gegen zwei albanische Staatsbürger (34 und 25 Jahre alt) hat die Staatsanwaltschaft Hechingen Anklage zum Landgericht Hechingen erhoben.

Vorwurf: Drogenhandel und Brandstiftung

Im Wesentlichen wird den Männern die Einfuhr und das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in erheblichem Umfang sowie Brandstiftung vorgeworfen. Alle Angeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen drei weitere Tatverdächtige wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Bei Razzia im April wurden Drogen und Waffen beschlagnahmt

Der Anklage waren umfangreiche, insbesondere auch intensiv geführte verdeckte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei vorausgegangen. So waren in dem Ermittlungsverfahren im April bei einer groß angelegten Razzia im Landkreis Sigmaringen, bei der im Clubheim eines Motorradclubs auch Spezialkräfte im Einsatz waren, etwa Rauschgift und Waffen beschlagnahmt worden.

10 Kilo Marihuana auf dem Weg ins Rocker-Clubheim

Bereits im März war es den Ermittlern zudem gelungen, die beiden genannten albanischen Angeschuldigten festzusetzen. Die Männer waren auf frischer Tat beim Import von knapp zehn Kilogramm Marihuana aus Holland mit einem Auto kontrolliert worden.
(Achtung, korrigiert! In einer ersten Fassung der Pressemitteilung hatte die Staatsanwaltschaft irrtümlicherweise von 10 Kilogramm Kokain gesprochen.)
Das Rauschgift wurde in einem professionell getarnten Schmuggelversteck aufgefunden. Es handelte sich um Drogen von bester Qualität, die – so das Ergebnis der Ermittlungen – zum Transport in das Rocker-Clubheim im Landkreis Sigmaringen – und zum dort gesteuerten, gewinnbringenden Verkauf bestimmt waren.

Auto in Überlingen als Warnung angezündet

Neben dem genannten Rauschgiftdelikt erstreckt sich die Anklage auf weitere Drogendelikte in jeweils erheblichem Umfang sowie – insbesondere – auch auf die Brandstiftung an einem Auto, das am 12. November 2019 in Überlingen komplett ausgebrannt war.
Auch insoweit geht die Anklage von einer Tat im Rockermilieu aus: Einem der Angeklagten wird die Täterschaft, einem weiteren die Anstiftung zu dem gemeingefährlichen Delikt vorgeworfen. Das planmäßige, komplette Ausbrennen des Fahrzeugs in unmittelbarer Nähe eines Mehrfamilienhauses habe, so die Anklage, dem Adressaten zur Mahnung beziehungsweise zur Warnung dienen sollen, ausstehende Forderungen eines Dritten zu begleichen.

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