Bisingen Qualmender Holzofen ruft Feuerwehr auf den Plan

Großeinsatz am Montagnachmittag in Bisingen: Doch die Feuerwehr konnte schnell helfen.
Großeinsatz am Montagnachmittag in Bisingen: Doch die Feuerwehr konnte schnell helfen. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Stephanie Apelt/Jörg Wahl 10.09.2018
Die Bisinger Feuerwehr musste am Montagnachmittag in die Ortsmitte ausrücken. Ein Holzofen sorgte für reichlich Rauchentwicklung.

Kinder hatten bemerkt, dass aus einem Heizungskeller eines älteren Gebäudes dicker Rauch quoll. Sie taten das einzig Richtige: Sie alarmierten über die Leitstelle Zollernalb (112) die Einsatzkräfte. Diese waren schnell vor Ort.

Atemschutzträger, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, untersuchten den Keller, fanden aber keinen  Brandherd. Es war vielmehr der Ofen, der qualmte.

Der Holzofen war morgens angezündet worden, hatte dann nur noch vor sich hin gekokelt. Das warme, drückende Wetter sorgte dafür, dass der Rauch nicht komplett aus dem Kamin abziehen konnte. Da nach oben der Weg versperrt war, drückte es den Rauch zum Ofen raus.

Die Feuerwehr sorgte mit Hilfe eines  Hochleistungslüfters dafür, dass die Wohnräume wieder rauchfrei wurden. Gut zwei Dutzend Feuerwehrleute waren im Einsatz. Vor Ort waren zudem Kreisbrandmeister Stefan Hermann, die Schnelleinsatzgruppe  Zollernalb, der DRK-Ortsverein Bisingen sowie der Polizeiposten Bisingen.

Immer die Feuerwehr rufen

Bisingens Feuerwehrkommandant Dieter Fecker ist froh, dass nicht mehr passiert ist. Dringend warnt er davor, in solchen Fällen selbst in den Keller zu gehen und zu schauen, wo es denn qualmt. „Da droht schnell Bewusstlosigkeit“, so Fecker. Und Schlimmeres.

Gefahrenquelle Brandrauch

Bis zu 90 Prozent aller Rauchopfer verbrennen nicht, sie ersticken an giftigem Brandrauch (medizinisch: Rauch­gasintoxikation).

Bei jedem Feuer entwickelt sich Rauch, dessen Zusammensetzung von mehreren Faktoren abhängt. Neben den verbrennenden Materialien, spielen auch die vorherrschende Sauerstoffkonzentration und die Temperatur eine Rolle. Es bleiben lediglich zwei bis vier Minuten, um den Gefahrenbereich zu verlassen.

Symptome sind anfangs Kopfschmerzen, Schwindel, leichte Atemnot und eine Erhöhung der Herzfrequenz. Bei einer zunehmenden Vergiftung kann es zu Benommenheit, starker Atemnot mit Husten bis hin zu einer Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen kommen. Ist eine Person dem Rauchgas zu lange ausgesetzt, kann dies zu Bewusstlosigkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen. (Quelle:Deutscher Feuerwehrverband)

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