Die Hausbewohner hörten um kurz nach 3 Uhr morgens ein ungewohntes Leitungsklopfen im Gebäude und schauten nach der Ursache. Im Erdgeschoss zogen ihnen bereits Rauchschwaden entgegen. Das Ehepaar verständigte die Feuerwehr und flüchtete nach Draußen.

„Die Flammen waren sichtbar, als wir eintrafen“, erklärte Einsatzleiter Hans Schenk von der Geislinger Feuerwehr, die mit rund 60 Einsatzkräften aus allen drei Abteilungen angerückt war.

Unter Atemschutz betraten die Einsatzkräfte den Keller und löschten die Wärmepumpe, die Feuer gefangen hatte. „Innerhalb kürzester Zeit war das Feuer aus“, erklärte Schenk.

Der starke Rauch sei dagegen eine große Herausforderung gewesen. „Er war sehr dicht, ganz dunkel und roch giftig“, berichtet Schenk. Zudem habe sich der Rauch im ganzen Haus ausgebreitet, weil die Kellertüre offen gestanden hatte. Deshalb wurde das Gebäude ausgiebig und bis etwa 5.30 Uhr morgens belüftet.

Die beiden Bewohner, die nach Verlassen des Gebäudes über Atembeschwerden geklagt hatten, wurden vom Rettungsdienst betreut. Die 58-jährige Frau kam zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Der Verdacht auf Rauchvergiftung bestätigte sich laut Polizei aber nicht.

Die Brandursache war ein technischer Defekt an der im Keller stehenden Wärmepumpe, wie die Polizei feststellte. Der entstandene Sachschaden liegt bei zirka 80.000 Euro.