Update, 20.15 Uhr: Der gesuchte Kanufahrer kam mit eigenem Auto zur Einsatzzentrale gefahren, um aufzuklären, dass er unbeschadet ist, teilt unser HZ-Reporter mit. Der Einsatz mit rund 80 Rettungskräften von der Freiwilligen Feuerwehr Burladingen, Stetten, Melchingen und Hörschwag, dem Roten Deutschen Kreuz sowie der Polizei wurde sofort abgeblasen. Die Taucher kamen nicht zum Einsatz.
Es handelte sich um einen Fehlalarm. Dafür zur Rechenschaft gezogen wird niemand, die Kosten übernimmt die öffentliche Hand, da niemand in böser Absicht handelte. Es gilt bei den Einsatzkräften die Devise: Lieber einmal zu viel, als das eine entscheidende Mal zu wenig. Hochzufrieden sind die Verantwortlichen darüber, wie professionell alles ablief. Die Logistik mitsamt der Überlandhilfe stand innerhalb kürzester Zeit.
Update, 20 Uhr: Der gesuchte Kanufahrer ist aufgetaucht. Er habe sich nie in einer Notlage befunden, habe, als die Frau ihn sah, wohl ein „Manöver“ mit seinem Gefährt ausgeführt, dass die Beobachterin dann offenkundig falsch deutete. Als der Einsatz anlief, befand er sich in der warmen Stube. Ein Freund habe ihn dann auf die Suchaktion an der Lauchert aufmerksam gemacht. Es sei schnell klar gewesen, dass es um ihn geht. Also habe er sich jetzt gemeldet.
Die Rettungskräfte hatten zu dem Zeitpunkt schon vermutet, dass ihnen eine Leichenfund erspart bleiben würde. Man hätte den toten Körper, wenn es ihn gegeben hätte, zu dem Zeitpunkt längst finden müssen.
Sogar ein Suchhubschrauber und Taucher aus Tübingen, Reutlingen sowie Mengen reisten an, um nach dem verschollenen Mann zu suchen.
Update, 19 Uhr: Unter den Rettungskräften, die am Ufer der Hochwasser führenden Lauchert beim Burladinger Stadtteil Stetten u. H. im Zollernalbkreis nach einem angeblich gekenterten Kanufahrer suchen, macht sich Ratlosigkeit breit.

„Wir wissen nicht, was wir suchen“

„Wir suchen noch, aber wir wissen nicht genau, was wir suchen, um ganz ehrlich zu sein“, sagte Burladingens Feuerwehrkommandant Ilija Pilic, den die HZ kurz vor 19 Uhr telefonisch am Einsatzort erreichte. Bislang haben die Einsatzkräfte weder ein Kanu noch einen Menschen in Not gefunden. Bekannt ist nur, dass eine Passantin gesehen haben will, wie ein Kanufahrer auf der Lauchert gekentert sei.

Einsatzkräfte suchen im strömenden Regen

Erste Bilder, die uns vom großen Sucheinsatz geschickt wurden, zeigen, wie Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte im strömenden Regen stehen. Weil der Einsatz erst bei Einbruch der Dämmerung begonnen hat, müssen das Bachufer der Hochwasser führenden Lauchert und die angrenzenden Auen von Feuerwehrfahrzeugen ausgeleuchtet werden.

Passantin will das Kentern beobachtet haben

Seit 17.35 Uhr läuft der große Wasserrettungseinsatz. Die Burladinger Feuerwehr, die Bergwacht Zollernalb, der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes und die Polizei sind vor Ort, um eine Person zu suchen, die möglicherweise im eisigen Wasser der Lauchert mit einem Kanu gekentert ist.

So will es jedenfalls eine Passantin gesehen haben, die am späten Montagnachmittag gegen 17.30 Uhr die Leitstelle Zollernalb informierte.

Erstmeldung: Kanufahrer im Naturschutzgebiet gekentert

Der Erstmeldung der Leitstelle zufolge besteht der Verdacht, dass ein Kanufahrer im Naturschutzgebiet auf der Lauchert gekentert sei. Bis dato haben die Einsatzkräfte aber weder ein Kanu noch eine verunglückte Person gefunden.
(Wir werden weiter berichten.)