Diese Anrufe werden laut einer Pressemitteilung des Vereins nicht vom Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen oder von der Kinderkrebshilfe selbst getätigt, sondern sind Teil einer bundesweiten Betrugsmasche.
Sowohl Spender und Mitglieder des Fördervereins als auch Menschen, die bislang keine Verbindung zum Förderverein oder einer anderen Krebshilfe hatten, werden immer wieder von Unbekannten kontaktiert, die angeblich telefonisch Spenden sammeln möchten. Im Namen der „Krebshilfe“ oder der „Kinderkrebshilfe“ wird dazu aufgefordert, für krebskranke Menschen zu spenden. Das Geld kommt aber nie bei diesen sozialen Organisationen an, sondern landet in den Händen von Betrügern.

Behauptung ins Blaue hinein

Als Aufhänger für das telefonische Gespräch wird häufig von den Gaunern behauptet, dass man in der Vergangenheit ja schon einmal für krebskranke Menschen gespendet hätte. Da viele Menschen irgendwann schon einmal für kranke Menschen gespendet haben, trifft dies sogar häufig zu, was auf Seiten des Angerufenen dann vertrauenserweckend wirkt. Tatsächlich ist diese Behauptung aber eine Behauptung „ins Blaue“.

Anrufer sind Gauner

Vertrauen erwecken soll auch, dass die Betrüger häufig die vollständigen Namen und Adressdaten ihrer Opfer kennen, die sie in der Regel aus dem Telefonbuch oder aus Adressportalen im Internet erhalten. Vom Anrufer werden dann nicht nur Adress- und Kontodaten „überprüft“, sondern auch (Dauer-)Spenden per Lastschrift eingefordert.

Verein distanziert sich von Spendenaufrufen

Der Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen möchte sich ausdrücklich von solchen Spendenaufrufen distanzieren und gleichzeitig davor warnen, am Telefon oder an der Haustür persönliche Daten preiszugeben oder einer Spende zuzusagen. „Wir rufen in keinem Fall bei Menschen an, um Spenden zu erbitten oder Daten telefonisch abzugleichen“, sagt Anton Hofmann, der Vorsitzende des Tübinger Fördervereins.