„Viele stillgelegte Bahnstrecken in Baden-Württemberg haben ein großes Fahrgastpotenzial. Das ist die Hauptbotschaft einer neuen Untersuchung“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung einer vergleichenden landesweiten Potenzialuntersuchung am Dienstag (3. November).
Dazu wurden verschiedene kommunale und regionale Akteure sowie teilnehmende Verkehrsverbünde und Eisenbahnunternehmen zu einer Online-Veranstaltung eingeladen. Die Untersuchung zeigt, welche Bahnstrecken beziehungsweise -korridore von einer Reaktivierung am meisten profitieren könnten. Zudem wurden mit neuen attraktiven Fördermöglichkeiten die Eckpunkte des Reaktivierungskonzepts des Landes vorgestellt.

42 Strecken wurden untersucht, zwölf sind besonders attraktiv

Insgesamt 42 stillgelegte Strecken im Land wurden durch das vergleichende Gutachten auf ihr Fahrgastpotenzial untersucht. Auf Grundlage des zu erwartenden Fahr-gastaufkommens wurden die Strecken in vier Kategorien eingeteilt. Und da zeigt sich:
Sehr hohes Nachfragepotenzial wird im Zollernalbkreis keiner einzigen Strecke bescheinigt.
Hohem Nachfragepotenzial erfreuen sich immerhin die Strecken Balingen - Rottweil und Ebingen - Onstmettingen (die sogenannte Talgangbahn). Das heißt konkret: Es können weitere Schritte angegangen werden!

Haigerlocher werden enttäuscht sein, Rangendinger Anwohner nicht

Nur mittleres Nachfragepotenzial gebe es, so heißt es, für den Abschnitt Hechingen - Haigerloch - Horb. So schnell, wenn überhaupt, kommt diese damit wohl nicht zum Zuge. Das wird die Haigerlocher nicht freuen, die sich stark für die Wiederbelebung eingesetzt haben. Die Rangendinger Anwohner an der Bahnlinie wird es beruhigen.

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