Gingen Zwei Schwerverletzte in Gingener Firma

Gingen / kat/isi 14.09.2018
In der Gingener Firma Bosig sind am Freitagnachmittag zwei Mitarbeiter CO2 ausgesetzt worden – sie schweben laut Polizei in Lebensgefahr.

Ein Großaufgebot von Rettungskräften ist am Freitag wegen eines vermeintlichen Feuers ins Gingener Gewerbegebiet Untere Schorteile ausgerückt. Erste Gerüchte von zwei Toten bestätigten sich vor Ort zum Glück nicht.

Doch was war geschehen? Aus ungeklärter Ursache ging die Brandmeldeanlage gegen 15.25 Uhr los und aktivierte die CO2-Löschanlage, die Kohlenstoffdioxid in die Produktionshallen der Firma pumpte, um die Flammen zu ersticken.

Allerdings befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch zwei Personen in den Hallen. Zwei Trupps der Gingener Feuerwehr durchsuchten mit Atemschutzgeräten die Halle nach den Vermissten und fanden diese schließlich. Ein dritter Trupp brachte sie an die frische Luft, wo sie von Notärzten versorgt und anschließend mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurden. „Sie schweben laut Polizei in Lebensgefahr“, sagte Einsatzleiter Markus Dlugosch von Gingens Freiwilliger Feuerwehr vor den Werkstoren der Firma, die unter anderem Abdichtsysteme für Dächer, Balkone und Fenster produziert.

Feuerwehrmitglieder und Brandermittler der Polizei warteten im Laufe des Abends darauf, dass das für Menschen tödliche CO2 aus den Hallen verschwand, ergänzte Markus Dlugosch. „Dann können wir ohne Atemschutzmaske nach der Ursache suchen, wieso die Brandmeldeanlage losgegangen ist.“

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