Nach dem schweren Roller-Unfall eines 12-Jährigen auf einem Zebrastreifen in der Mörikestraße ist in Göppingen und Umgebung das Thema Verkehrssicherheit Tagesgespräch. „Mit einem Tretroller ohne Motor ist man einem Fußgänger gleichgestellt“, heißt es beim Polizeipräsidium Ulm auf Anfrage. Daraus folgt laut Polizei, dass das Befahren von Zebrastreifen auf einem Tretroller durchaus erlaubt ist – auch wenn die Situation für Autofahrer schnell einmal unübersichtlich werden kann, wenn von links oder rechts ein Kind mit dem Roller heranflitzt.

Lieber absteigen und auf Nummer Sicher gehen

„Besser absteigen, zuerst nach links blicken, dann nach rechts schauen und schließlich langsam die Fahrbahn überqueren“, wird in Verkehrssicherheitsforen geraten. Dies wohlgemerkt, obwohl Tretroller - anders als Fahrräder - laut geltender Rechtsprechung in Baden-Württemberg eindeutig Vorrang am Zebrastreifen haben.

Weniger Rechte gibt es unterdessen für die Fahrer von derzeit angesagten E-Scootern oder motorisierten Rollern. Diese haben auf dem Gehweg nichts zu suchen, dürfen somit auch keinen Zebrastreifen benutzen und genießen keinerlei Vorrechte.

Fahrräder verlieren den Vorrang

In Bezug auf Fahrräder wird im Übrigen darauf hingewiesen, dass Kinder damit bis zum Alter von 8 Jahren auf dem Gehweg fahren müssen. Im Alter von 8 bis 10 Jahren ist dies auf freiwilliger Basis erlaubt. Anschließend ist die Fahrbahn zu benutzen. Und wer am Zebrastreifen nicht absteigt, der verliert seinen Vorrang vor dem durchfahrenden Verkehr.