Ein 37-Jähriger aus dem Raum Schwäbisch Gmünd muss sich seit Ende vergangener Woche vor dem Tübinger Landgericht verantworten. Er soll eine Altenpflegerin der Wilhelmshilfe in Göppingen-Bartenbach dazu angestiftet haben, Seniorinnen zu missbrauchen und ihm davon Bilder und Videos zu schicken.

Sado-Maso-Verhältnis und Kinderpornografie

Im Herbst 2017 hatte er laut Anklage über eine Partnerbörse Kontakt zu der Altenpflegerin aufgenommen. Er erfuhr, dass sie finanzielle Probleme hatte und bot ihr Geld an. Daraus soll ein Abhängigkeitsverhältnis entstanden sein. Das soll er dadurch verstärkt haben, dass er ihr kinderpornografische Bilder schickte. Die Pflegerin wurde bereits vom Landgericht Ulm zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Frauen mit Eheversprechen gelockt

Serienweise soll der 37-Jährige Angeklagte unter Decknamen wie „Horvath“ Frauen in ganz Baden-Württemberg per Chat Frauen aufgefordert haben, ihm pornografische Aufnahmen von ihren eigenen Kindern zu senden. Eine Mutter steht gemeinsam mit dem mutmaßlichen Anstifter vor Gericht. Die 35-Jährige aus Eningen (Kreis Reutlingen) soll ihn im März 2018 im Web kennengelernt haben. Laut Anklage versprach der Mann, Schulden der Frau zu begleichen und sie zu heiraten. Im Gegenzug habe sie ihm Fotos von den Geschlechtsteilen ihres 4 Jahre alten Sohnes aufs Handy geschickt. Zudem soll sie sich beim Oralverkehr mit dem Kind gefilmt und das Video dem Anstifter geschickt haben, so der Tatvorwurf.