Trotz des eindringlichen Appells der DRK Bergwacht Württemberg, Orte zu meiden, an denen eine Verletzung oder ein medizinischer Notfall einen schwierigen Abtransport erforderlich machen könnte, mussten die Bergretter über Ostern zu drei Einsätzen ausrücken.

Am Ostersamstag waren die Bergwachten Geislingen-Wiesensteig und Göppingen mit insgesamt 21 Rettern bei einer aufwändigen Such- und Rettungsaktion am Albtrauf bei Bad Überkingen (Landkreis Göppingen) gefordert. Zwei Frauen hatten sich in dem steilen Traufgelände verstiegen.

Bad Überkingen

Bergwacht rettet Rollstuhlfahrerin bei Heidenheim

Am Ostersonntag mussten die Bergwachten von Heidenheim und Herbrechtingen mit 14 Bergrettern eine Rollstuhlfahrerin retten, die eine steile Böschung im Wildpark Eichert bei Heidenheim (Landkreis Heidenheim) hinabgestürzt war.

Ebenfalls am Ostersonntag retteten 12 Einsatzkräfte der Bergwachten Stuttgart und Esslingen einen Mountainbiker, der in einem steilen Waldgelände bei Reichenbach/Fils (Landkreis Esslingen) gestürzt war.

Coronavirus-Risiko: Erschwerte Bedingungen beim Einsatz

Alle Einsätze wurden aufgrund der erforderlichen Corona-Schutzmaßnahmen unter erschwerten Bedingungen durchgeführt, heißt es in einer Mitteilung der Bergwacht.

Alb-Fils-Kliniken: Mehr Unfallpatienten im Frühling

Ob Wandern, Fahrrad- oder Motorradfahren oder Inline-Skating: Sonne und Frühlings-Temperaturen machen Lust auf Aktivitäten draußen. Damit steigt auch das Verletzungsrisiko: In den Alb-Fils-Kliniken ist „die Zahl der Patienten mit Unfällen auf das übliche Maß angestiegen“, teilt Sprecherin Ulrike Fischer auf Nachfrage mit.

Polizei: Weniger Verkehrsunfälle in Corona-Zeit

Auf den Straßen in der Region geht es aber insgesamt ruhiger zu als sonst zu dieser Jahreszeit: „Eine Häufung von Verkehrsunfällen beobachten wir derzeit nicht“, erklärt Polizeisprecher Wolfgang Jürgens auf Nachfrage.

Bislang vorliegende Zahlen deuteten eher darauf hin, dass sich die Zahl der Verkehrsunfälle in den Zeiten von Corona reduziert. Die Zahlen seien jedoch angesichts der kurzen Zeiträume nur begrenzt aussagekräftig, macht Jürgens deutlich und fügt hinzu: „Hinweise auf Unfallrisiken einzelner Verkehrsgruppen lassen sich daraus nicht ableiten.“