Nach der Freisetzung von Schaum in Schwäbisch Gmünd laufen Ermittlungen gegen eine Firma im Industriegebiet Gügling.

Derzeit geht man nicht von einem Umweltdelikt aus, sondern nur von einer Ordnungswidrigkeit, so das Polizeipräsidium Aalen. Nach bisherigem Stand waren in einem Unternehmen Fässer ausgespült worden, die noch Restmengen an Reinigungsmittel enthielten.

Dadurch gelangte Schaum in die Kanalisation, in überlaufende Gullys sowie in den Bettringer Bach. Ein flächendeckender Schaumteppich sorgte für Aufsehen.

Allerdings bestand keine offenbar keine Gefahr für das Leben in dem Gewässer, da der Schaum ph-neutral war. Somit konnte laut Polizei eine Sauerstoffübersättigung ausgeschlossen werden. Auch in der Kläranlage konnte man technisch adäquat auf den Schaum reagieren.

Behörden entscheiden über Höhe des Bußgelds

Ob durch das Malheur zusätzliche Entsorgungskosten entstanden sind, ist noch unklar. Über die Höhe eines möglichen Bußgelds wegen unerlaubter Abfallentsorgung haben die zuständigen Kommunalbehörden zu entscheiden. Die Staatsanwaltschaft wird voraussichtlich nicht eingeschaltet.

Schwäbisch Gmünd