Nach dem Leichenfund am Sonntagmorgen in Göppingen-Ursenwang wird derzeit rund um den Tatort von einem mutmaßlichen Tötungsdelikt ausgegangen.

Am Montagvormittag waren zwischen Edeka-Markt und Ursenwangschule immer noch Flächen abgesperrt. Dabei fällt besonders eine Parkbank ins Auge, die von der Polizei ständig bewacht und mit Absperrband umzogen wurde. Rund 20 Beamte befanden sich vor Ort.

Kreissparkasse wegen Ermittlungen gesperrt

Zudem war der Zugang zu den Räumen der Kreissparkasse Göppingen in der Ladengalerie gesperrt und ebenfalls mit Polizei-Absperrband gesichert. Einerseits verweist ein Zettel auf einen „technischen Defekt“ im SB-Bereich. Andererseits hat die Kreissparkasse inzwischen auf Anfrage bestätigt, dass es einen Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen gibt.

Ausweispapiere angeblich bei Parkbank

Bei der abgesperrten Parkbank in der Nähe sollen Ausweispapiere des Toten gefunden worden sein. Laut Polizisten vor Ort scheint der Mann bereits identifiziert zu sein. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten zunächst jedoch nichts Näheres sagen und stellten für den Nachmittag weitere Informationen in Aussicht. Am Montagmittag war noch nicht ganz klar, ob überhaupt in Richtung Tötungsdelikt ermittelt wird.

Abgesucht wurde jedoch das gesamte Gebiet, insbesondere entlang des Schlater Bachs, der hinter der Edeka-Filiale verläuft. Mit einer Drohne verschaffte sich die Einsatzkräfte zusätzlich Übersicht aus der Luft.

Normaler Betrieb an der Ursenwangschule

Trotzdem herrschte weitgehend Normalität in Ursenwang – an der Schule in unmittelbarer Nähe des Fundorts lief der Betrieb am ersten Tag nach den Herbstferien wie gewöhnlich. Dennoch sorgte der Leichenfund für Gesprächsstoff unter den Bürgern. „Es ist ein komisches Gefühl, wenn man hier sonst immer wieder spazieren geht“, sagt eine Ursenwangerin. „In diese Richtung gehe ich mit meinem Hund so schnell nicht mehr Gassi“, meinte sie.

Anwohner sind beunruhigt

Die Frau ist sich sicher: Dies sei eine Stelle, die man künftig meiden wird. In der Vergangenheit hätten sich an den Bänken beim Schlater Bach häufig Jugendliche getroffen, die dort Alkohol tranken. Die Gerüchte und Spekulationen rund um den Vorfall häufen sich in Ursenwang. Die meisten Anwohner haben erst durch die Medien vom Fund des Toten erfahren und reden nun untereinander: „Es muss sich um ein Gewaltverbrechen handeln, sonst wäre hier nicht so viel Polizei vor Ort“, hieß es. Die Geschehnisse und die Ungewissheit hinterließen „ein ungutes Gefühl“, beschreibt eine Frau aus der nahegelegenen Wohnsiedlung die Situation.

Am Sonntagmorgen hatte ein Ehepaar die Leiche im Gebüsch neben einem Supermarkt entdeckt und die Polizei sowie den Rettungsdienst verständigt. Zahlreiche Zeugen wurden inzwischen vernommen.

Wird aktualisiert.

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