Heidenheim/Ulm In der Silvesternacht flogen die Fäuste

Heidenheim/Ulm / HARTMUT ALEXY 02.01.2014
Im Alb-Donau-Kreis und in Heidenheim verlief die Silvesternacht bei Weitem nicht so friedlich wie in Geislingen und dem Oberen Filstal.

Mehrfach ist die Heidenheimer Polizei in der Silvesternacht zu Einsätzen im "Alten Lokschuppen" in der Kanalstraße gerufen worden. Gäste waren miteinander in Streit geraten, der teilweise eskalierte. Gegen 2.25 Uhr rief der dort eingesetzte Sicherheitsdienst die Polizei, weil drei deutlich alkoholisierte Personen die Veranstaltung nicht verlassen wollten.

Zuvor hatten die jungen Männer im Alter von 24, 25 und 29 Jahren andere Gäste belästigt. Gegen 3.10 Uhr wurde die Polizei erneut zu einer Auseinandersetzung gerufen: Angeblich hatte ein 19-Jähriger ein Messer dabei. Bei einer Überprüfung fanden die Beamten nichts. Allerdings waren alle Beteiligten so stark alkoholisiert, dass sich die weiteren Umstände nicht klären ließen. Um 4.15 Uhr kam es zu einer Körperverletzung, nachdem eine 26-Jährige beim Tanzen einen 20-Jährigen angerempelt hatte. An der folgenden tätlichen Auseinandersetzung waren auch ein 26- und ein 33-Jähriger beteiligt.

Gegen 0.20 Uhr setzte jemand den Inhalt eines Kleidercontainers in der Fuchssteige in Brand, vermutlich vorsätzlich mit einem Feuerwerkskörper. Schaden: 3000 Euro.

Wegen "ungebührlichen Verhaltens" verwies der Wirt einer Gaststätte an der Hauptstraße gegen 1.40 Uhr zwei männliche Gäste des Lokals. Sie kamen kurze Zeit später zurück und schlugen zwei andere Gäste mit Fäusten ins Gesicht.

Aus dem Alb-Donau-Kreis und Ulm meldet die Polizei Brände, die sie auf den unvorsichtigen Umgang mit Böllern zurückführt. Gegen 0.15 Uhr brannten in Laichingen plötzlich die Hecken zweier Reihenhäuser im Starenweg. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr brannten etwa zehn Meter davon nieder. Den Schaden schätzt die Polizei auf 1000 Euro. Auch in Ulm brach mehrfach Feuer aus. Nach Unfällen und bei Kontrollen zog die Polizei außerdem vier betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr. Die Führerscheine behielt sie ein.

In einem Fall hat wohl das beherzte Eingreifen eines Passanten Schlimmeres verhütet: Gegen 4 Uhr in der Frühe sah ein Mann einen Fiat in Schlangenlinien durch Dornstadt fahren. Nachdem er ein Verkehrszeichen gestreift hatte, würgte der Fahrer an einer Kreuzung den Motor ab. Da nahm ihm der Zeuge kurzerhand den Autoschlüssel weg.