Insektizid Großeinsatz in Schlierbach

Schlierbach / SWP 10.10.2018
Die Feuerwehr ist am Mittwoch mit einem Gefahrgutzug zu einem Großeinsatz nach Schlierbach ausgerückt.

Wie die Polizei mitteilt, war einer Frau zur Mittagszeit beim Einkaufen in einem Schlierbacher Geschäft übel geworden. Die Sanitäter vermuteten, dass die Übelkeit vom Arbeitsplatz der Frau herrühren könnte, denn kurz vor dem Einkauf war die Frau noch in einem Schlierbacher Betrieb arbeiten.

In dieser Firma in der Robert-Bosch-Straße informierte die Geschäftsleitung die Mitarbeiter. Gleich darauf meldeten sich zwei Mitarbeiter, denen ebenfalls übel war. Möglicherweise waren auch sie zuvor in Kontakt mit einer Chemikalie gekommen. Die war bei der Firma in Schlierbach angeliefert worden, die Schädlingsbekämpfungsmittel anbietet. Aus einem der Kanister waren offenbar geringe Mengen des Insektizids ausgelaufen. Deshalb packten Mitarbeiter den Kanister dicht in Folie. Trotzdem könnte die ausgetretene Menge ausgereicht haben, die Übelkeit bei den drei Mitarbeitern auszulösen, so die Vermutung der Polizei. Die Drei wurden anschließend ärztlich betreut.

Die 67 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Süddeutschen Mediengesellschaft (SDMG) gegen 12.45 Uhr bei der Spedition. Die Feuerwehr sicherte die Kanister in einem Gefahrstoffbehälter auf dem Firmengelände. Die Feuerwehren aus Schlierbach, Hattenhofen, Salach und die Werksfeuerwehr von Zeller Gmelin waren im Einsatz.

Die Gewerbe- und Umweltermittler der Polizei untersuchen jetzt die näheren Umstände des Vorfalls. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelt es sich um einen Stoff, der nicht den Vorschriften für Gefahrgut unterliegt. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand nicht.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel