Der Einsatz der Feuerwehr bei der Fysam Auto Decorative GmbH in der Kolomanstraße in den Heidhöfen in Böhmenkirch begann am Montag kurz nach 13 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei haben fünf Menschen eine Rauchgasvergiftung erlitten, wie Polizeisprecher auf Nachfrage mitteilen. Eine Maschine im Polier-Bearbeitungszentrum war in Brand geraten; Mitarbeiter hatten versucht, das Feuer zu löschen.

Brand in Böhmenkirch: Halbe Million Euro Schaden

Der Schaden an der Maschine beträgt nach ersten Schätzungen 500 000 Euro. An weiteren Maschinen in dem Produktionsbereich sowie am Gebäude der Firma entstand nach aktuellem Stand kein Schaden. Die Ursache für das Feuer ist noch nicht bekannt.

Die Feuerwehr Böhmenkirch rückte aus, nachdem die Brandmeldeanlage der Firma ausgelöst hatte, wie der stellvertretende Kommandant Daniel Knoblauch gegenüber der GZ berichtet. Da die komplette Produktionshalle stark verraucht gewesen sei, habe man weitere Abteilungen alarmiert: Die Feuerwehren aus Steinenkirch, Treffelhausen und Schnittlingen waren ebenfalls im Einsatz – insgesamt waren rund 45 Personen an den Löscharbeiten beteiligt.

Feuerwehr rückte ein zweites Mal in Heidhöfe aus

Kurz nach dem etwa zwei Stunden andauernden Einsatz rückte die Feuerwehr Böhmenkirch erneut in die Heidhöfe aus – diesmal handelte es sich allerdings um einen technischen Fehler beim Reaktivieren der Brandmeldeanlage und damit um einen Fehlalarm, erklärt Knoblauch.

Brand im Galvanikbereich bei SAM 2018

Im März 2018 hatte es bereits bei Fysam – damals noch SAM Automotive – gebrannt. Seinerzeit war ein Feuer im Galvanikbereich ausgebrochen und hatte einen Großeinsatz der Feuerwehr erfordert. Diesmal ist das Ausmaß des Schadens zwar nicht so groß, aber: „Es kommen immer wieder Erinnerungen an den Brand damals hoch“, sagt der stellvertretende Kommandant.