Die Feuerwehr rückte am Dienstag gegen 13.30 Uhr mit vier Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften zur Gemeinschaftsschule am Tegelberg in Geislingen aus, wie Geislingens stellvertretender Kommandant Andreas Baumholzer auf Nachfrage der GEISLINGER ZEITUNG berichtet. Man habe den brennenden Klopapierrollen-Halter in der Jungstoilette im Hauptgebäude gelöscht und das Schulgebäude belüftet, um den Rauch zu beseitigen.

Schulhaus wurde evakuiert

Das Schulgebäude war aufgrund des Hausalarms während der Mittagspause evakuiert worden, die Schüler hielten sich gruppenweise im Außenbereich auf. Das DRK war ebenfalls vor Ort und betreute die Schüler und Lehrer. Gegen 14 Uhr war das Schulhaus wieder begehbar und für den Unterricht nutzbar, berichtet Baumholzer weiter. Die Toilette sei unter anderem aufgrund des toxischen Rußes nicht betretbar und müsse erst gereinigt und saniert werden.

Polizei vermutet Brandstiftung durch Schüler

Die Polizei geht davon aus, dass ein Schüler den Klopapierrollen-Halter angezündet hat, wie eine Sprecherin am Dienstagnachmittag auf Nachfrage mitteilt. Demnach gab es keine Verletzten; der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

Für die Sekretärinnen der Tegelbergschule, Susanne Beyer und Susanne Fischer, bedeutete der „Großeinsatz“ eine Menge Trubel: Etwa 100 Schüler, die sich teils im Schulgebäude, teils in der Turnhalle und teils auf dem Pausenhof aufhielten, mussten in der Mittagspause zusammen getrommelt werden, berichtet Beyer gegenüber der GZ.

Sekretärinnen trommeln die Schüler zusammen

Eine Lehrerin sei von Schülern auf die Rauchentwicklung in den Toiletten aufmerksam gemacht worden. Die Sekretärinnen gingen nach bekanntem Notfallplan vorgegangen und dirigierten die Schüler per Durchsage zum Platz vor der Tegelberghalle, berichtet Beyer. Außerdem habe sie Polizei und Feuerwehr verständigt sowie die Schulleitung benachrichtigt. Schulleiter Ottmar Dörrer und sein Stellvertreter Hans Beyer befanden sich zur Zeit des Einsatzes nicht im Schulhaus.

Die Jungs-Toilette sei nun geschlossen, berichtete Beyer am Dienstagnachmittag. Ein Dixi-Klo als Übergangslösung sei bereits bestellt.

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