Bewohner hatte wohl ein Wespennest bekämpfen wollen

Nach ersten Schätzungen geht die Polizei von einem Sachschaden von 200.000 Euro aus. Laut eines Polizeisprechers hatte ein Bewohner „auf ungeeignete Art“ versucht, ein Wespennest zu bekämpfen. Dadurch sei es wohl zum Brand gekommen. Genaueres soll nun ein Gutachter ermitteln, den die Polizei nach einer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beauftragt hat.

Bewohner entdeckt Schwelbrand gegen 13.45 Uhr

Zunächst hatte ein Bewohner gegen 13.45 Uhr einen Schwelbrand und starken Rauch bemerkt. Er versuchte, den Brand mit Wasser zu löschen. Da er keinen Erfolg hatte, rief er die Feuerwehr und informierte weitere Bewohner des Hauses. Während sie rechtzeitig das Gebäude verließen, breitete sich der Brand unter dem Dach weiter aus. Der Rettungsdienst untersuchte vorsorglich einen 32-jährigen Bewohner. Verletzt wurde niemand.

Mehr als 60 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter ihre Kontrolle, allerdings musste der Dachstuhl komplett abgedeckt werden, wie die Polizei berichtet. Das Mehrfamilienhaus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr brachte auch mehrere Vögel in Sicherheit, die als Haustiere gehalten wurden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ditzenbach und Deggingen, Hilfe bekamen sie außerdem aus Geislingen. Angefordert werden musste auch ein Drehleiterfahrzeug aus Eislingen, um den Dachstuhl links und rechts der Gaube löschen zu können.

Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte vor Ort. Deggingens Kommandant Aßfalg spricht von einem Großeinsatz.