Für Corona-Ausflügler im Ländle wird die Luft zu Ostern immer dünner. Nachdem die Reiterstaffel am vergangenen Wochenende beim Uracher Wasserfall zum Schutz vor Corona nach dem Rechten gesehen hatte und in Stuttgart bereits zuvor der Zugang zur Grabkapelle auf dem Württemberg gesperrt worden war, sind nun auch weitere Hotspots im Visier. Zu denken ist unter anderem an den Hohenstaufen bei Göppingen oder auch die Nachbargipfel Rechberg und Stuifen. Auf Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz stehen im neuen Bußgeldkatalog in Baden-Württemberg Strafen bis zu 25.000 Euro.

Reiterstaffel und Helikopter gegen Corona

„Wir können landesweit auf die Reiterstaffel zurückgreifen und denken auch an einen Hubschraubereinsatz über unwegsamem Gelände“, so Wolfgang Jürgens vom Polizeipräsidium Ulm. Man wolle Präsenz zeigen und auf das Kontaktverbot aufmerksam machen, wobei der Mindestabstand von 1,50 Metern jedoch in der Regel von den Bürgern eingehalten werde. Radler können ihrem Sport derzeit ebenfalls nur eingeschränkt nachgehen.

Kuchen

Kiosk am Kernenturm im Schurwald geräumt

Betroffen ist unterdessen auch der Schurwald, wo am Sonntag gegen 14.20 Uhr laut Polizei zirka 60 Personen beim Eisessen rund um den Kiosk am Kernenturm angetroffen wurden. Die Polizei und der Ordnungsdienst der Gemeinde Kernen mussten einschreiten, um das beliebte Ausflugsziel zwischen Fellbach und Esslingen zu räumen, hieß es auf Anfrage beim Polizeipräsidium Aalen. Laut Augenzeugen waren die Tische vorschriftsmäßig abgesperrt, doch die Besucher nutzten die umstehenden Bänke, um sich in der Sonne niederzulassen.
Wegen Corona komplett unzugänglich sind in Baden-Württemberg unter anderem der inzwischen mit Gittern abgeriegelte Blautopf in Blaubeuren sowie die Bodensee-Promenade in Überlingen.
Die Entscheidung liege immer bei der Gemeinde, doch werde sicher auch die Landespolizei gelegentlich vor Ort sein, um die Situation unter Kontrolle zu halten, so jedenfalls Pressesprecher Wolfgang Jürgens vom Ulmer Polizeipräsidium.