Göppingen / Karin Tutas  Uhr
In der Nacht zum Sonntag brannte eine Scheune an der Göppinger Alexanderstraße. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauerten mehrere Stunden.

Brandgeruch liegt in der Luft, an der Alexanderstraße stehen Anwohner, immer wieder pilgern Neugierige zu dem Hinterhof, wo in der Nacht zu Sonntag ein Lagerschuppen komplett niedergebrannt ist. Das Feuer hielt nicht nur Nachbarn und Anwohner, sondern vor allem die Göppinger Feuerwehr in Atem.

Feuer geht vom Lagerschuppen auf Haus über

Der nächtliche Einsatz hatte es in sich. Um 2.43 Uhr alarmierte der Besitzer des Schuppens die Feuerwehr. Als die Brandbekämpfer eintrafen, war Eile geboten. Aus dem Dach des Lagerschuppens schlugen die Flammen und auch der Dachstuhl am Haus des Eigentümers habe bereits zu brennen begonnen, berichtet der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Göppingen, Karlheinz Widmeyer. Der Kommandant spricht von einer prekären Situation. Die Brandbekämpfer hätten alle Hände voll zu tun gehabt, um die umliegenden Häuser vor den Flammen zu schützen.

Polizei evakuiert mehrere Gebäude

Parallel dazu klingelte die Polizei die Bewohner aus den Betten und evakuierte die Gebäude. Rettungsdienste, die mit 25 Helfern und zehn Fahrzeugen vor Ort waren, kümmerten sich um die Menschen. Derweil setzte die Feuerwehr zum Großangriff auf den Brand an, was sich nicht ganz einfach gestaltet habe: „Die engen und zugeparkten Straßen sind immer wieder ein großes Problem für uns“, erklärt Widmeyer. Die Feuerwehr habe von drei Seiten anfahren müssen und es sei sehr schwierig gewesen, eine geeignete Stelle zum Platzieren des Drehleiter-Fahrzeugs, das zum Schutz der Häuser eingesetzt war, zu finden. Wegen der beengten Situation habe man die anderen Fahrzeuge an der Ulmer Straße abstellen müssen und von dort Schläuche zum Brandort gelegt. „Es war ein sehr großer Angriff“, bei dem nicht nur die drei Göppinger Löschzüge, sondern auch die Kollegen aus Holzheim, Bartenbach und Jebenhausen mit insgesamt 67 Kräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz waren.

Drei Feuerwehrmänner verletzt

Drei Feuerwehrmänner wurden bei dem Einsatz von herabfallenden Balken getroffen und verletzt, als ein Teil des Lagerschuppens einstürzte. Sie wurden in die Klinik gebracht, seien aber bereits wieder entlassen worden, berichtet Widmeyer hörbar erleichtert. Nach zwei Stunden sei der Brand unter Kontrolle gewesen, um 7.30 Uhr am Sonntag morgen sei das Feuer gelöscht gewesen. Allerdings musste die Feuerwehr am Sonntag um die Mittagszeit noch einmal zum Nachlöschen ausrücken.

Zur Schadenshöhe konnte die Feuerwehr gestern noch keine Angaben machen. In dem Schuppen hätten sich unter anderem zwei Autos befunden. Das angrenzende Wohnhaus sei vorübergehend nicht bewohnbar. Drei Familien seien mit Unterstützung der Wohnbau Göppingen in Notunterkünften untergebracht worden.

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