Feuer Brand in den Heidhöfen

Böhmenkirch / KATHRIN BULLING 13.04.2016
Im Weiler Heidhöfe bei Böhmenkirch ist am Mittwochabend eine Scheune neben der ehemaligen Gaststätte "Zur Einkehr" niedergebrannt. Die Feuerwehr konnte das angrenzende Haus vor den Flammen retten. Verletzt wurde niemand.
Dicke Rauchwolken steigen meterhoch in den Himmel und kündigen schon von weither das Feuer im Weiler Heidhöfe bei Böhmenkirch an. Die Alarmmeldung geht am Mittwoch um 17.25 Uhr bei der Feuerwehr ein: Eine direkt an ein Wohngebäude angrenzende Scheune in den Heidhöfen steht lichterloh in Flammen.

Wie die Polizei berichtet, haben sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs eine Seniorin sowie eine Mutter mit ihrem Kind in dem an die Scheune angrenzenden Haus befunden. Sie konnten sich aber unverletzt nach draußen retten, stehen jedoch unter Schock. Laut Polizei können mehrere Ziegen und Schafe sowie zwei Hunde vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden; ein Hase stirbt in den Flammen. Ein in dem Schuppen geparkter Pkw-Anhänger wird von den Flammen völlig zerstört - ein vor dem Gebäude geparktes Auto bringen Anwohner mit einem Schlepper aus der Gefahrenzone.

Die Schwierigkeit für die Einsatzkräfte erläutert Alexander Aubele, der stellvertretende Kommandant der Böhmenkircher Feuerwehr: Weil die Scheune direkt an das Haus - die ehemalige Gaststätte "Zur Einkehr" - angebaut ist, drohen die Flammen auf das Gebäude überzuspringen. 61 Feuerwehrleute sind mit zehn Fahrzeugen im Einsatz, um das Feuer zu löschen: Sie kommen aus Böhmenkirch, Steinenkirch, Treffelhausen und Schnittlingen; außerdem ist die Geislinger Wehr mit ihrer Drehleiter vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit 16 Helfern und acht Fahrzeugen vor Ort.

Eine Stunde dauern die Löscharbeiten an, dann ist für Alexander Aubele und seine Kameraden von der Feuerwehr klar: Der Schuppen ist kontrolliert niedergebrannt, das angrenzende Gebäude konnte gut gehalten werden. Die ehemalige Gaststätte ist lediglich stark verraucht; es scheint nur geringe Brandschäden zu geben.

Während der Löscharbeiten ist die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt: Autos leitet die Polizei auf Feldwegen um den Weiler herum, für Lastwagen geht nichts mehr - sie müssen sich bis 19.10 Uhr gedulden, als die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben wird.

Weder zur Höhe des Sachschadens noch zur Brandursache können die Einsatzkräfte derzeit eine Auskunft geben. Laut Polizei bauen die Inhaber des Anwesens, eine Familie aus dem Filstal, die ehemalige Gaststätte derzeit zu einem Wohnhaus um - ob die Renovierungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Brand stehen, lasse sich derzeit aber nicht sagen.

Bewohnbar ist die ehemalige Gaststätte erst einmal nicht - die Familie kommt aber bei Verwandten im Filstal unter, teilt die Polizei mit.
 
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