Drohung Bombendrohung in Göppinger Discounter

Göppingen / JÜRGEN SCHÄFER 31.01.2014
Ein 65-Jähriger hat am Freitag gegen 12.20 Uhr in Göppingen eine Bombendrohung gegen die Aldi-Filiale in der Schaufflerstraße gerichtet. Der Supermarkt wurde daraufhin geräumt, die Polizei sperrte die Zufahrtsstraßen ab.
Mit einer Bombendrohung hat ein anonymer Anrufer am Freitag ganze Teile von Göppingen lahmgelegt. Er hatte gegen 12.20 Uhr in der Zentrale von Aldi angerufen und gedroht, den Göppinger Aldi-Markt an der Stuttgarter Straße „in die Luft zu sprengen“. Er gab auch eine Begründung: Weil Aldi sein Auto abgeschleppt habe.

Die Zentrale reagierte sofort und veranlasste sofort die Räumung der Filiale. Die Polizei nahm die Drohung ebenfalls „sehr ernst“, sagt Polizeisprecher Rudi Bauer, und durchsuchte den Markt nach einer Bombe. Gleichzeitig sperrte sie die Zufahrtsstraßen stadteinwärts, die Stuttgarter Straße und die Bahnhofstraße. Eine Vorsichtsmaßnahme, erklärt Bauer. Für die Autofahrer ärgerlich: Sie mussten über die Nordstadt in die City. Der Wirbel war erheblich: „Da waren einige Streifen im Einsatz.“

Was den Mann so erbost hatte, ist bisher unklar

Als richtige Fährte erwies sich der Hinweis, den der Anrufer unbedacht gegeben hatte: Dass sein Auto am Aldi-Markt abgeschleppt worden sei. Die Spur führte zu einem Uhinger, den die Polizei gegen 13.45 Uhr in seiner Wohnung antraf. Der Mann war geständig. Bei der ersten Befragung gab er die Bedrohung zu, berichtet Bauer. Die Polizei kam zu der Überzeugung, dass von dem Mann keine Gefahr ausging – auch die Hausdurchsuchung ergab keine Hinweise auf einen „Bombenbastler“ – und gab dann Entwarnung. Der Aldi-Markt und die Straßen wurden wieder freigegeben. „Er hat aus Zorn gehandelt“, sagt Bauer, und sei „ein bissle ungeschickt“ gewesen, einen so verräterischen Hinweis zu geben. Über die Umstände der Abschleppaktion, die den Mann so erbost hatte, gab es am Freitagnachmittag noch keine Erkenntnisse.

Die Räumung des Aldi-Marktes hatte keine Panik ausgelöst, weiß Bauer. „Das ging geordnet über die Bühne.“ Die Kunden hätten sich auch nicht abschrecken lassen. „Als wieder geöffnet wurde, standen sie schon vor der Tür.“
Der 65-Jährige wurde am Freiag noch weiter vernommen. Er muss mit einer Anzeige wegen Bedrohung rechnen. Außerdem werde geprüft, ob die Polizei ihm den Einsatz in Rechnung stellt, erklärt Bauer.
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